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Eigentlich bereitet sich Ultratrail-Topathlet Daniel Schneider gerade auf sein nächstes Bergabenteuer vor: den Valtelina-Winetrail am 7. November in der Lombardei. Doch dann konnte der Aichacher Diamant einer sportlichen Versuchung in der Nachbarschaft nicht widerstehen: dem Zehn-Kilometer-Rennen des Pfaffenhofener Stadtlaufs, ein flotter und stimmungsvoller Vier-Runden-Kurs mitten durch die Innenstadt mit vielen historischen Gebäuden.
Klar, dass Schneider auf eine Top-Platzierung spekulierte, City-Rennen mit viel Publikum machen schließlich Spaß. Die Konkurrenz war namhaft: darunter der Pfaffenhofen-Sieger 2025 und Sport-IN-Cup-Zweite von 2025, Lukas Ostermeier (Donau Run). Tatsächlich wurde es ein Duell zwischen dem in Wien lebenden Lokalmatador Raphael Rakut (MTV Pfaffenhofen), der bei Rapid Wien als Sportpsychologe tätig ist, und dem Software-Entwickler Schneider.
Schon nach 200 Metern hatten sich die beiden abgesetzt, Rakut meist vorneweg. Eigentlich wirkte der Diamant frischer – bis Rakut eingangs der vierten und abschließenden Runde das Tempo anzog. Schneider erklärte: „Da konnte ich nicht mithalten.“ Rakut siegte in 33:20 Minuten, Schneider folgte 16 Sekunden später, als bester M40-Athlet. Er gratulierte dem 13 Jahre jüngeren Sieger herzlich.
Bei den Damen holte sich Tanja Rappel (LG Aichach-Rehling) überlegen W45-Gold als Gesamt-17. „Die Stimmung mit den vielen Zuschauern macht Spaß, die Organisation ist erstklassig“, sagte sie. Ihre Vereinskameradin Petra Jakob wurde W45-Zehnte in 57:29 Minuten. Christian Liebhart (SV Handzell) gewann M70-Bronze in 59:55 Minuten. Über fünf Kilometer traten Leni Bauer und Gerhard Granvogl (beide LC Aichach) an. Bauer war einmal mehr die älteste Teilnehmerin der Veranstaltung. Die 81-Jährige ließ in 35:01 Minuten mehr als zwei Dutzend jüngere Sportlerinnen hinter sich. M70-Master Gerhard Granvogl belegte in 27:58 Minuten Gesamtrang 66 und in der inoffiziellen M60-/M65- und M70-Wertung Platz eins.