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Für Jannik Sinner wird die Verletzungspause nun auch finanziell bitter. Weil der Südtiroler mit Montreal, Cincinnati, Shanghai und Paris gleich vier Masters-1000-Turniere verpasst, verliert er seinen Anspruch auf den jährlichen ATP-Bonus.
Dieser wird aus einem mit 21,5 Millionen Dollar dotierten Prämientopf finanziert. Sinner entgehen dadurch rund vier Millionen Dollar. Die „Gazzetta dello Sport“ beziffert seine gesamten Einnahmeverluste inklusive Preisgeldern und Sponsorenzahlungen sogar auf rund 20 Millionen Dollar.
Das nicht ausgeschüttete Bonusgeld kommt allerdings den Masters-1000-Veranstaltern zugute, die den Prämientopf selbst finanzieren. Ein durchaus nachvollziehbares Prinzip, wie etwa die Canadian Open zeigen.
Das abwechselnd in Montreal und Toronto ausgetragene Turnier kämpft regelmäßig mit zahlreichen Absagen von Topspielern und verfügt dadurch mitunter über ein schwächeres Teilnehmerfeld als so manche ATP-500-Veranstaltung. Warum sollten die Organisatoren also Millionen beisteuern, wenn viele Stars ihrem Turnier fernbleiben?
Der Fall zeigt aber auch eindrucksvoll das Spannungsfeld zwischen Spielern und Veranstaltern. Während die Profis angesichts des vollen Kalenders auf ausreichende Erholungszeiten angewiesen sind, wollen die Turniere für ihre finanziellen Beiträge möglichst viele Spitzenspieler am Start sehen. Und genau dafür soll eben das thematisierte Bonussystem sorgen.
Von Stefan Bergmann