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Werkself dreht die Partie: Mutige Nürnberger fordern Leverkusen alles ab

Bayer 04 Leverkusen brauchte viel Energie, um den mutig auftretenden 1.FC Nürnberg in der 2. Runde des DFB-Pokals zu besiegen.

Bayer 04 Leverkusen benötige fast eine ganze Halbzeit, um in diese Partie zu finden. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Carles Martinez, trotz eines zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstands, mit 5:2 (1:2) gegen den Zweitligisten 1.FC Nürnberg durch.

Damit stehen die Rheinländer im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Aufwand, den sie dafür betreiben mussten, war allerdings außergewöhnlich groß.

Das Team von Miroslav Klose hat zwar eine Niederlage hinnehmen müssen, kann aber mit dem Gefühl an den Valznerweiher zurückkehren, dass es gegen einen der stärksten Bundesligisten mit einem mutigen Auftritt lange auf Augenhöhe mithalten konnte.

Rafael Lubach (14.) und Sigurd Haugen (30.) trafen für die Nürnberger. Edmond Tapsoba (41., 49.), Patrik Schick (70.), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vazquez (89.) waren für die Leverkusener erfolgreich.

Club geht in Führung

Es dauerte rund zehn Minuten in der bis dahin ausgeglichenen und schwungvollen Partie, bis die Werkself die erste Tormöglichkeit hatte. Nathan Tella vergab allerdings seinen Kopfball aus zwölf Metern. Die Partie schien ab diesem Moment ihren erwarteten Gang zu gehen, allerdings hatten die Nürnberger etwas dagegen.

Lubach kam Bayer-Strafraum an den Ball, seinen Flachschuss aus zentraler Position aus 16 Metern konnte Janis Blaswich nicht parieren. Der Club, der von Beginn an mutig und engagiert agierte, führte überraschend mit 1:0.

Eiskalte Konter

Das Martinez-Team erhöhte danach das Tempo, rannte sich aber immer wieder an der Nürnberger Abwehr fest. Es fehlte an Ideen und Durchsetzungsfähigkeit. Und der Club? Der konterte die Werkself eiskalt aus.

Nach einem Leverkusener Ballverlust von Aleix Garcia in der Nürnberger Hälfte schnappte sich William Böving auf der rechten Seite den Ball, lief bis in den Bayer-Strafraum und passte perfekt auf den zweiten Pfosten, wo Haugen aus drei Metern nur noch den Fuß zum 2:0 hinhalten musste.

Tapsoba wird zum Torjäger

Tella hatte fünf Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte die große Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen, seine Direktabnahme aus sechs Metern konnte FCN-Torhüter Jan Reichert noch spektakulär parieren. Allerdings fiel nur wenige Sekunden später das 1:2 für die Werkself. Tapsoba verwandelte den nachfolgenden Eckball unhaltbar mit der Schulter.

Mit Beginn der zweiten Hälfte drückten die Gastgeber sofort aufs Tempo und brachten das Klose-Team sofort in Schwierigkeiten. Es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, da war es erneut Tapsoba, der traf. Wieder nach einem Eckball war der Bayer-Kapitän im zweiten Versuch zur Stelle und verwandelte dieses Mal mit dem Fuß aus fünf Metern zum 2:2.

Leverkusen mit hohem Tempo

Die Werkself blieb dran, erspielte sich weitere Chancen, die Nürnberger waren fast nur noch in ihrer eigenen Hälfte zu finden. Vor allem Garcia wurde immer gefährlich, war aber nicht präzise genug. Der Druck wurde für die Franken immer größer.

Die Vorentscheidung zugunsten der Leverkusener fiel, als der zur Pause eingewechselte Schick im Nürnberger Strafraum von Verteidiger Alexios Kalogeropoulos abgeräumt wurde. Der Angreifer trat selbst zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 3.2.

Nur acht Minuten später sorgte Hofmann mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss aus 18 Metern zum 4:2. Vazquez sorgte mit seiner sehenswerten Direktabnahme aus 15 Metern in letzter Minute noch für den 5:2-Endstand.

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