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Nach Stallorder-Diskussion am Funk: Standpauke für Isack Hadjar nach US-GP?
Isack Hadjar und sein Renningenieur Richard Wood in Austin Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool Isack Hadjar und sein Renningenieur Richard Wood in Austin © Getty Images / Red Bull Content Pool

Im jüngsten Formel-1-Rennen in Austin wurde Isack Hadjar gebeten, seinen Red Bull Racing-Stallgefährten Max Verstappen vorbeizulassen. Dies, weil die beiden Teamkollegen auf unterschiedlichen Strategien unterwegs gewesen waren. Der vierfache Champion verfolgte eine 2-Stopp-Strategie und bog deshalb in Runde 13 zum Reifenwechsel ab.

Danach schloss Verstappen schnell auf seinen Teamkollegen auf, der seinerseits über Funk gebeten wurde, Platz zu machen. Hadjar sträubte sich zunächst dagegen mit dem Verweis, dass er keine Zeit beim Positionswechsel verlieren wolle: «Ich will keine Zeit verlieren, ich kann Max nicht vorbeilassen, sorry.»

Die Antwort von der Boxenmauer war unmissverständlich. Sein Renningenieur Richard Wood erklärte: «Nein, mein Freund, das werden wir so machen.» In Kurve 15 fuhr der Franzose, der das Rennen als Sechster beendete, schliesslich zur Seite. Verstappen beendete das Rennen auf dem dritten Platz.

Isack Hadjar: Das sagt er zur Stallorder-Diskussion

Nach dem Fallen der Zielflagge erklärte Hadjar: «Max kam angeschossen und es war für uns beide eine verwirrende Situation. Dann habe ich ihn vorbeigelassen. Aber ich habe ihm Zeit gekostet, weil er in der verwirbelten Luft hinter meinem Rennwagen unterwegs war. Und ich verlor Zeit, als ich ihn durchgelassen habe.»

Ex-GP-Pilot David Coulthard, der das Rennen für «F1TV» kommentierte, erklärte dazu: «Wir sollten uns die Spielregeln noch einmal in Erinnerung rufen.» Denn auch angesichts von Verstappens Leistungsausweis sei der angeordnete Positionswechsel die richtige Entscheidung gewesen.

Der 20-jährige Italiener Kimi Antonelli hatte beim USA-GP die Chance, den WM-Titel 2026 sicherzustellen. Er machte alles richtig: Sieg in Texas. Die Titelfeier ist trotzdem verschoben. Bis Mexiko.

TV-Programm

«Es mag vielleicht etwas hart erscheinen, aber er ist ein Seriensieger, und wenn er eines weiss, dann, wie man Positionen tauscht. Isack hat ein gutes Wochenende, aber dafür wird er sich eine Standpauke anhören müssen. Diese Diskussion wird er wohl nie wieder führen. Er hat wohl für einen Moment vergessen, wer sein Arbeitgeber ist», fügte der Schotte an.

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