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Der Titelkampf in der MotoGP ist in diesem Jahr spannend wie lange nicht. Vor den letzten fünf Grands Prix sind WM-Leader Jorge Martin (Aprilia) und Marc Marquez (Ducati) nur um zwei Punkte getrennt. Marco Bezzecchi hat ebenfalls noch Chancen, liegt aber bereits 46 Punkte hinter seinem Aprilia-Teamkollegen.
Martin und Marquez sammelten bei den vergangenen Events fleißig Punkte, an diesem Wochenende geht es mit dem Australien-GP weiter. In den nächsten Wochen wird sich das Duell um den MotoGP-WM-Titel 2026 weiter zuspitzen.
Einer, der in seiner Karriere selbst vier WM-Titel einfahren konnte und seit Jahren erfolgreicher Teambesitzer ist, ist Jorge Martinez «Aspar». Er kennt Martin und Marquez sehr gut. «Ich mag beide sehr. Zu Marc habe ich eine persönlichere Beziehung, wegen Maximo und weil er zum Training auf meine Rennstrecke kommt. Jorge war auch ein Fahrer von mir und ich mag ihn sehr», erklärte der Spanier zuerst die persönlichen Verbindungen zu den beiden WM-Anwärtern. Auf wen würde er sein Geld setzen? «Ich glaube, Marc hat bessere Chancen, auch wenn die Aprilia im Moment vielleicht ein etwas runderes Motorrad ist als die Ducati. Aber Marc ist mental sehr stark. Neulich, als er wusste, dass sein Motorrad auf einer Strecke, die ihm nicht liegt, unterlegen war, hat er es dennoch ins Ziel geschafft. Das sagt viel über ihn aus.» Womit Martinez den Indonesien-GP ansprach, als Marc Marquez auf seiner «Problemstrecke» die Ränge 1 und 6 holte.
MM93 zeichnet vor allem eines aus: Er ist dazu in er Lage, aus seinem Paket immer das Maximum herauszuholen. «Wenn man genau hinschaut, ist seine Ducati derzeit den anderen Ducati überlegen. Letztes Jahr war das nicht so; sogar sein Bruder hat ihm damals einige Rennen abgenommen», meinte Martinez. «Aprilia hat einen Schritt nach vorn gemacht, Ducati tut sich schwerer. Aber Marc geht sehr gut damit um. Ich sage oft, dass ein Fahrer zwischen 15 und 20 Jahren nicht nachdenkt: Es ist reine Aggressivität. Manche denken zwar nach, aber nur sehr wenig. Zwischen 20 und 25 fangen sie an, Aggressivität und Nachdenken zu verbinden, und ab 25 denken sie vor allem nach. Marc hat sich diesen Funken Aggressivität bewahrt, aber er denkt jetzt viel mehr nach als früher. Als er Honda verließ und zu Gresini und später ins Ducati-Werksteam wechselte, hat er gezeigt, dass er eine bestimmte Mentalität, bestimmte Werte und ein vorrangiges Ziel hat: zu gewinnen. Weder das Team noch das Geld waren ihm wichtig. Er hat nach der Gelegenheit gesucht, die es ihm ermöglichte, um den Sieg zu kämpfen.»
2027 wird die MotoGP auch mit einem neuen Zeitplan in die 850er-Ära starten. Mehr als die Modifikationen sorgte für Wirbel, wie die Beschlüsse zustande kamen. Ein Paradebeispiel für: «Reden hilft».