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Alexander Zverevs möglicher Sprung an die Spitze der Weltrangliste ist am Donnerstag auch ohne kostenpflichtiges Sportabonnement zu verfolgen. Sky überträgt das Wiener Achtelfinale gegen Tallon Griekspoor kostenlos über seine Sport-App, die Website und den Tennis-Kanal auf YouTube. Die Begegnung beginnt nicht vor 17.30 Uhr.
Die Freigabe verschafft einem sportlich ungewöhnlich aufgeladenen Achtelfinale zusätzliche Reichweite. Mit einem Sieg würde Zverev nicht nur das Viertelfinale der Erste Bank Open erreichen. Er stünde am folgenden Montag erstmals auf Platz eins der ATP-Weltrangliste. Der Deutsche hat die Entscheidung damit selbst in der Hand.
Im Fernsehen läuft das Match auf Sky Sport Tennis. Für den kostenlosen Zugang stehen die genannten digitalen Angebote zur Verfügung. Die Unterscheidung ist für Zuschauer wichtig: Wer keinen entsprechenden Fernsehzugang besitzt, kann gezielt den Livestream nutzen. Die angekündigte Freigabe bezieht sich auf die Partie gegen Griekspoor.
Für die Übertragung ist die Verbindung aus einem klaren sportlichen Ziel und einem einzelnen Match besonders günstig. Auch Zuschauer, die dem Turnier bisher nicht gefolgt sind, können die Bedeutung unmittelbar einordnen. Ein Achtelfinale erhält dadurch die Aufmerksamkeit, die sonst eher einem Endspiel vorbehalten ist.
Die historische Dimension reicht über dieses Turnier hinaus. Bei den Männern führte bisher nur Boris Becker als Deutscher die Weltrangliste an. Er erreichte die Spitze 1991 und blieb insgesamt zwölf Wochen dort. Zverev wäre der zweite deutsche Spieler mit diesem Status, nachdem er 2026 die French Open und US Open gewonnen hat.
Wie wenig eine günstige Ausgangslage garantiert, zeigte Zverevs Auftakt gegen Martín Landaluce. Nach 3:05 Stunden setzte er sich erst im entscheidenden Tiebreak durch und wehrte vier Matchbälle ab. „Ich habe noch nie gegen ihn gespielt und wusste nicht, was auf mich zukommt“, sagte Zverev über den Spanier.
Diese Erfahrung spricht dafür, den Ranglisten-Meilenstein nicht mit einer bereits erledigten Aufgabe zu verwechseln. Die öffentliche Erwartung richtet sich auf Montag, entschieden wird zunächst jedoch auf dem Platz in Wien. Jeder zusätzliche Blick auf die historische Chance ändert nichts daran, dass Griekspoor den nächsten Schritt verhindern kann.
Für das deutsche Tennis bietet die offene Übertragung eine Gelegenheit, diesen Weg einem breiteren Publikum zu zeigen. Ihr Wert hängt nicht allein von einer möglichen anschließenden Feier ab. Auch der Wettbewerb um den letzten erforderlichen Sieg lässt sich nun ohne zusätzliche Zugangshürde verfolgen.