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Nürnberg - Am Mittwoch kämpft der 1. FC Nürnberg in der zweiten Runde des DFB-Pokals um den Einzug ins Achtelfinale. Gegen die favorisierte Werkself rechnet sich der Club nicht nur Außenseiterchancen aus.
Rund 3000 Fans werden den „Ruhmreichen“ nach Leverkusen begleiten. Eine Spaßfahrt soll der Trip nach Nordrhein-Westfalen keineswegs werden, auch der Anhang macht sich Hoffnungen auf eine Pokal-Sensation. Auch, weil die Gastgeber mit noch gravierenderen Verletzungssorgen kämpfen als der FCN. Eichhorn, Ben Seghir, Diaby und Kofane lauten die prominentesten Namen auf der Lazarett-Liste.
Dennoch stellt Club-Coach Klose klar: „Leverkusen ist absolut Favorit, sie sind schon länger dabei, englische Wochen zu spielen. Für uns ist es die erste“; um anschließend zu konstatieren, die Mannschaft habe sich von der Niederlage am Wochenende „sehr gut erholt (...) - auch vom Kopf her - und macht einen sehr frischen und guten Eindruck.“
Für beide Teams endete am Wochenende eine längere Serie ohne Niederlagen. Bei der TSG Hoffenheim kam die Werkself nach acht ungeschlagenen Partien mit 0:3 unter die Räder, der 1. FC Kaiserslautern vermieste dem 1. FCN seinen 13-Spiele-Lauf. Damit stehen die Zeiger bei beiden auf null, doch „Psychologie zählt nicht“, erklärt Klose. „Es ist für uns ein brutales Highlight-Spiel, wir wollen uns gegen solche Mannschaften und Spieler messen, mutig sein, obwohl vielleicht noch ein Tick mehr Druck drauf ist, ein Tick mehr Geschwindigkeit auf uns zukommt.“
Kaderbreite und Qualität sprechen für den Bundesligisten, „aber wir werden unsere Chancen haben. Im K.o.-Duell kann der Favorit auch straucheln. Unser Ziel ist es, Leverkusen ins Wanken zu bringen“, formuliert der Nürnberger Übungsleiter den Matchplan. Angesichts der englischen Woche steht auch das Wort Rotation im Raum. Es seien einige Spieler dabei, die sich „durchaus verdient haben, so ein Spiel zu spielen.“
In der Abwehr muss Klose möglicherweise den angeschlagenen Fynn Otto ersetzen. Der Innenverteidiger absolvierte zuletzt ein eigenes Programm und hat offenbar keine Schmerzen mehr. Am Dienstag folgte die erste Belastung mit der Mannschaft, nun müsse man die Reaktion abwarten und dann entscheiden. Otto wird aber auf jeden Fall mit an den Rhein reisen.
Hoffenheim hat am Wochenende die Blaupause geliefert, wie die Bayer-Truppe zu schlagen ist. Ballverluste in gefährlichen Zonen und Schwierigkeiten bei Flanken waren Beobachtungen, die auch der Club im Spiel des Gegners machen konnte. „Es wäre falsch nur auf uns zu schauen. Wir haben uns viele Sachen angesehen - und es stimmt, Leverkusen gibt bestimmte Räume frei. Aber man kann Spiele nicht miteinander vergleichen“, analysiert Klose.