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„Wir müssen weitermachen“: Gladbach-Krise nach Pleite gegen Hoffenheim immer schlimmer
Gladbach-Verteidiger Kevin Diks
Copyright: IMAGO/HMB-Media Stemmte sich vergebens gegen die Niederlage: Gladbach-Verteidiger Kevin Diks

Die Talfahrt von Borussia Mönchengladbach nimmt einfach kein Ende! Das Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim endete mit einer 1:2-Schlappe, was die sechste Pleite im sechsten Spiel der Saison bedeutet. Die Konsequenz ist bitter: Die Fohlenelf ist ohne Punkte Tabellenletzter, und die Lage wird immer prekärer.

Ein derartiger Saisonauftakt ist ein historischer Tiefpunkt für die Gladbacher. In der kompletten Historie der Bundesliga erwischten zuvor lediglich drei weitere Klubs einen so katastrophalen Start: der VfL Bochum (2022/23), Mainz 05 (2020/21) sowie Fortuna Düsseldorf (1991/92).

Pfiffe zur Pause, dann trifft Mohya traumhaft

Ein winziger Funken Hoffnung existiert, da sowohl Mainz als auch Bochum am Schluss den Abstieg noch verhindern konnten. Für Alexander Blessin (53) war es ebenfalls ein Tag zum Vergessen. Nach der Pleite im Derby bei Köln (1:2) misslang nun auch seine Premiere auf der heimischen Trainerbank.

Für die Borussia startete das Match mit einem schnellen Dämpfer. Schon in der 11. Spielminute bediente Prass den durchstartenden Bambasé Conté, welcher zum 1:0 für die Besucher traf – es war sein zweiter Treffer in dieser Spielzeit.

Die Fohlenelf versuchte zwar, dagegenzuhalten, blieb im Angriff aber harmlos und ohne das nötige Quäntchen Glück. Im Gegenteil, die gefährlicheren Aktionen gehörten Hoffenheim: Rots fand in Torwart Nicolas seinen Meister (23.) und ein direkter Freistoß von Asllani klatschte nur ans Aluminium (42.). Zum Pausentee waren von den Zuschauern vereinzelte Unmutsbekundungen zu hören.

Nach Wiederanpfiff flammte bei den Anhängern der Gladbacher kurz Zuversicht auf, als Wael Mohya mit einem traumhaften Schlenzer das 1:1 markierte (49.). Der Jubel hielt allerdings nicht lange an. Lediglich fünf Minuten danach traf Alexander Prass die Borussia mitten ins Mark und hämmerte den Ball aus kurzer Entfernung zum 2:1-Siegtreffer für Hoffenheim ins Tor (54.).

Davor gab es eine hitzige Szene im Strafraum der TSG, als Keeper Baumann bei einer Hereingabe in Kevin Diks krachte und ihn am Kopf erwischte. Doch die Pfeife von Schiri Storks blieb stumm und auch aus dem Kölner Keller kam kein Signal.

Während die Borussia immer weiter in den Abwärtsstrudel gerät, durfte Hoffenheim nach vier Niederlagen in Serie endlich durchschnaufen. Dieser Erfolg sorgt auch bei Trainer Christian Ilzer (48), der zuletzt unter Druck stand, für Entlastung. „Es hat jeder alles auf dem Platz gelassen. Es war eine geile Team-Leistung“, kommentierte Torschütze Prass (25) nach Abpfiff. Das berichtet „bild.de“.

Bei Gladbachs Kevin Diks (30) herrschte dagegen Frust: „Für alle Borussen ist es schwer. Aber wir müssen weitermachen. Das zweite Gegentor ist zu einfach.“ Der einzige kleine Trost für die Fans der Fohlen: Kurz vor dem Halbzeitpfiff segelte ein langer Ball in Richtung Auswechselbank, wo Alexander Blessin seine feine Technik zeigte und das Spielgerät elegant aus der Luft fischte. (red)

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