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Deutsche Nummer 1 setzt bei EM mächtiges Ausrufezeichen
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Dang Qiu zerlegte den Titelverteidiger. (Foto: IMAGO/MaJo)

Deutschlands Tischtennis-Profis sammeln bei der EM reichlich Edelmetall ein: Am Schlusstag haben sogar noch drei Deutsche die Chance auf Gold. Es gibt aber auch eine heftige Enttäuschung.

Annett Kaufmann, Nina Mittelham und Dang Qiu haben dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bei den Europameisterschaften in Ljubljana drei Medaillen im Einzel gesichert. Während Junioren-Weltmeisterin Kaufmann im rein deutschen Viertelfinale gegen die erfahrene Defensivspezialistin Han Ying überraschend deutlich mit 4:0 triumphierte, entthronte Ex-Europameister Qiu den französischen Titelverteidiger Alexis Lebrun mit 4:1. Die beiden haben damit bereits ebenso Bronze sicher wie Mittelham, die nach ihrem 4:1 gegen die Rumänin Bernadette Szöcs im Halbfinale am Sonntag (13 Uhr) auf Kaufmann trifft. Die Siegerin hat Silber sicher.

Noch mehr Deutsche hatten am Samstag die Chance, frühzeitig Medaillen klarzumachen. Alexis Lebruns jüngerer Bruder Félix, Nummer zwei der Weltrangliste, ließ allerdings Patrick Franziska (Saarbrücken) in der Runde der besten acht mit 4:0 keine Chance. In einem weiteren deutsch-französischen Viertelfinale unterlag der frischgebackene Mixed-Europameister und frühere EM-Zweite Benedikt Duda gegen den in der Weltrangliste 42 Positionen schlechter klassierten Leo De Nodrest mit 3:4.

Kaufmann hat erste EM-Einzelmedaille sicher

Für Kaufmann ist es der erste Halbfinaleinzug bei einer Europameisterschaft. Die 20-Jährige von der DJK Kolbermoor hatte zudem in zwei Duellen nicht gegen die 43 Jahre alte Han gewonnen, die in Ljubljana bis zum Viertelfinale keinen einzigen Satz abgegeben hatte. Doch Kaufmann durchbrach die makellose Serie ihrer Landsfrau gleich im ersten Durchgang und übernahm anschließend zunehmend die Kontrolle.

Zuvor hatte Qiu ein mächtiges Ausrufezeichen gesetzt. Der Einzel-Europameister von 2022 präsentierte sich gegen den Weltranglistenachten Lebrun hochkonzentriert und nahezu fehlerfrei. Mit seiner druckvollen Vorhand setzte der 29-Jährige von Borussia Düsseldorf den Franzosen immer wieder unter Druck und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Satzgewinn des zunehmend frustrierten Titelverteidigers nicht aus dem Konzept bringen. Im Halbfinale am Sonntag (13.45 Uhr/alle Spiele bei Dyn) trifft Qiu auf seinen schwedischen Vereinskollegen Anton Källberg. Die Endspiele steigen am späten Sonntagnachmittag und frühen Abend.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid

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