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Die italienische Stürmerlegende Luca Toni hat erneut seine Zweifel an Juventus Turins Angreifer Nick Woltemade zum Ausdruck gebracht.
"Nicht wirklich", antwortete Toni im Interview mit der Gazzetta dello Sport auf die Frage, ob der deutsche Nationalspieler ihn überzeuge. "Bei Juve sollte man entweder einen Top-Torjäger verpflichten oder das Vertrauen einem Italiener schenken."
Der Weltmeister von 2006, der zwischen 2007 und 2010 beim FC Bayern zur Legende wurde, hat auch einen passenden Kandidaten parat, den er anstelle von Woltemade lieber im Sturm von Juventus sehen würde: "Ich würde immer auf Scamacca setzen (Gianluca, italienischer Nationalstürmer von Atalanta Bergamo, d. Red.). Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, glaube ich nicht, dass Scamacca es schlechter machen würde als Woltemade."
Der 24-jährige Deutsche war im vergangenen Sommer für eine Leihgebühr in Höhe von 3,6 Millionen Euro von Newcastle United an Juve verliehen worden. Bis dato konnte Woltemade für die Italiener nur in der Europa League überzeugen, wo er in vier Einsätzen schon dreimal traf und zudem zwei Assists lieferte. In der Serie A hingegen ist der frühere Bremer und Stuttgarter nach acht Spielen noch ohne jeglichen Scorerpunkt. In der italienischen Medienlandschaft musste er sich in den nur gut zwei Monaten seit seiner Ankunft deshalb schon häufig Kritik anhören.
Auch Toni hatte bereits Ende September, ebenfalls gegenüber der Gazzetta, kundgetan, wie wenig er von Woltemade hält. "Er begeistert mich nicht, weil er vor dem Tor nicht gerade kaltschnäuzig wirkt - und das sollte eigentlich die wichtigste Qualität eines Mittelstürmers sein", sagte der 49-Jährige, der zwischen Januar 2011 und Januar 2012 selbst mal 15 Spiele (zwei Tore) für Juventus absolvierte.
In den Aufgabenfeldern eines modernen, mitspielenden Stürmers sei Woltemade zwar "gut, weil er die entsprechenden Qualitäten und Technik hat. Aber mir ist ein Stürmer lieber, der vielleicht den einen oder anderen Pass nicht an den Mann bringt, aber im Strafraum dafür alles im Netz unterbringt, was ihm auf die Füße fällt", so Toni.
Woltemade wurde nach dem schwierigen Start bei Juve, das dem Vernehmen nach keine Kaufoption besitzt, von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht für die anstehenden Nations-League-Spiele in Serbien und gegen die Niederlande nominiert. Ein weiterer Rückschlag für den schlaksigen Angreifer, dem Klopp allerdings Mut macht.
"Nick hat ehrlich gesagt eher eine gute Phase gerade bei Juve. Vieles kommt zurück, er hat eben keine einfache Zeit nach dem Wechsel. Und auch bei Juve - grundsätzlich ein ganz schlauer Wechsel, andere Liga, besseres Wetter - läuft es nicht rund", erklärte Klopp seinen aktuellen Verzicht auf den 14-fachen Nationalspieler. Woltemade sei "auf einem guten Weg. Ihm geht die absolute Torgefahr ein bisschen ab. Die Spielentwicklung und -Fortsetzung ist da. Und deshalb ist natürlich keine Tür zu. Es war für uns eine schwierige Entscheidung, aber manchmal schlägt Form alles andere", so Klopp.
📝Bio: Aufgewachsen in der Nähe des schönen Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Machte nach meinem Germanistik-Studium ein Praktikum bei GOAL und stellte mich zumindest so gut an, dass ich wenig später in München mein Volontariat machen durfte. Seit 2017 nun schon Redakteur bei GOAL und SPOX.
⚽Wie ich zum Fußball gekommen bin:
So weit ich mich erinnern kann, war der junge Lars Ricken Mitte der 90er Jahre der erste Held meiner Kindheit. Dass Deutschland beim ersten großen Turnier, das ich bewusst miterlebte, 1996 Europameister wurde, tat dann das Übrige und seither ließ mich der Fußball nicht mehr los.
🎯 Beschäftigt sich in seiner Arbeit vor allem mit:
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🌟Meine liebsten Fußball-Momente:
Oliver Bierhoffs Golden Goal im EM-Finale 1996, Mario Götzes Siegtor im WM-Finale 2014. Und weniger offensichtlich, aber umso bedeutsamer: Als Siebenjähriger im Stadion mitzuerleben, wie unsere Eintracht aus Trier im DFB-Pokal zuerst den amtierenden UEFA-Cup-Sieger Schalke und dann auch noch den amtierenden Champions-League-Sieger Borussia Dortmund raus kegelte.