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Fußball-Zweitligist VfL Wolfsburg hat in der 2. Runde des DFB-Pokals eine Überraschung verpasst. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung beim Bundesligisten SC Freiburg unterlagen die 'Wölfe' am Mittwochabend mit 2:3 (1:1). Den Knockout setzte es in der Nachspielzeit.
Zwei Treffer von Kento Shiogai reichten für Wolfsburg nicht zum Sieg. Ein anderer Japaner wurde zum Mann des Abends: Freiburgs Joker Keisuke Goto, der ebenfalls doppelt traf, sorgte dafür, dass sich der Dritte der Bundesliga gegen den Vierten der Zweiten Liga durchsetzte.
Damit ist für Wolfsburg wie im Jahr zuvor in derEs war ein furioser Start in die Partie. Der Bundesligist wurde seiner Favoritenrolle sofort gerecht. Freiburg erarbeitete sich durch ein aggressives, frühes Pressing sowie Schnelligkeit und Sicherheit in den Kombinationen direkt ein klares Übergewicht. Das 1:0 durch den ehemaligen St.-Pauli-Stürmer Igor Matanovic, der nach Flanke von Christian Günter einköpfte, war daher folgerichtig - trotz des frühen Zeitpunktes von gerade einmal sechs Minuten.
Kurz darauf schon der nächste Torjubel - diesmal auf der anderen Seite. Nach einem weiten Abschlag von VfL-Keeper Timon Wellenreuther unterlief Freiburgs Verteidiger Max Rosenfelder ein herber Schnitzer. Der Ball flog an ihm vorbei, und so war plötzlich Wolfsburgs Angreifer Kento Shiogai frei durch. Und der Japaner, der anders als Fabian Reese und Robert Glatzel in der Startelf stand, traf mit einem Flachschuss aus 14 Metern zum schnellen 1:1-Ausgleich . Nur: So interessant die Partie begonnen hatte, so unspektakulär ging es weiter. Bis sich Muhammed Damar in der 43. Minute an die Ausführung einer Ecke von der linken Seite machte.
Die Freiburger konzentrierten sich im Strafraum mehr auf die großgewachsenen Wolfsburger, wie etwa Verteidiger Hauke Wahl. Shiogai wurde außer Acht gelassen, und das nutzte dieser konsequent. Aus drei Metern Entfernung zum Tor köpfte er freistehend zum 2:1 für den Zweitligisten ein. Damit ging es auch in die Pause.
Neun Minuten nach Wiederbeginn hatte Schiedsrichter Sören Storks bei einem Handspiel von Wolfsburgs Joakim Maehle zunächst auf Strafstoß für den SCF entschieden. Nach Ansicht der TV-Bilder revidierte er jedoch die Entscheidung. Freiburg drückte jetzt gewaltig. Günters Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsstellung wieder aberkannt , kurz darauf köpfte Matanovic einmal am Tor vorbei und einmal drüber Zehn Minuten später half alles Bemühen der Norddeutschen nichts. Nach einer Flanke von Vicenzo Grifo übersprang Freiburgs Joker Goto den ebenfalls eingewechselten Reese und köpfte zum verdienten 2:2 ein.
Und Freiburg wollte nun mit Macht die Partie innerhalb der regulären Spielzeit drehen. Dazu kam es dann auch tatsächlich. Nach einem weiten Schlag aus der eigenen Hälfte sah Goto, dass Wellenreuther sich komplett verschätzt hatte und damit weit vor dem eigenen Tor stand. Der Japaner hob die Kugel über den VfL-Keeper hinweg - kurz darauf war der DFB-Pokal in dieser Saison für Wolfsburg schon Geschichte.
F. Müller - C. Günter, M. Rosenfelder , M. Ginter, P. Treu - Y. Engelhardt, M. Eggestein - V. Grifo, Y. Suzuki , C. Irié - I. MatanovićT. Wellenreuther - J. Mæhle, Cleiton, H. Wahl, S. Kumbedi - Vinicius Souza, M. Arnold - M. Damar, E. Rexhbeçaj - K. Shiogai , A. Bernhardsson DFB-Pokal ab 20.45 Uhr live mit Hannover 96 und Holstein KielSt. Pauli verbietet Brillen mit eingebauter Kamera am Millerntor