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Das war ein Abend zum Vergessen! Der FC Schalke 04 ist nach einer enttäuschenden Vorstellung aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Beim Zweitligisten Dynamo Dresden kassierten die Königsblauen eine bittere 0:2-Niederlage.
Nach dem Abpfiff fand Torhüter Loris Karius deutliche Worte. Vor allem die harmlose Offensive bereitete dem Schlussmann große Sorgen. Statt als Bundesligist das Spiel zu bestimmen, präsentierte sich Schalke über weite Strecken erschreckend ungefährlich. Karius machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.
„Es hat sich auch vor dem 0:2 nicht angefühlt, dass wir da Powerplay spielen und dass es jetzt nur eine Frage der Zeit ist, bis der Ausgleich fällt“, erklärte der Schalke-Star nach der Partie bei „Sky“. Sein vernichtendes Urteil: „Zu wenig, auch zu wenig Power nach vorne. Und im Spiel haben wir einfach zu wenig gegeben.“
Tatsächlich blieb S04 auch gegen den klassentieferen Gegner lange bei seiner defensiven Ausrichtung. Schon in der ersten Halbzeit konzentrierte sich die Mannschaft von Trainer Miron Muslic vor allem darauf, kein Gegentor zu kassieren. Doch diese Herangehensweise ging gründlich schief. Dresden nutzte seine Möglichkeiten, während Königsblau offensiv kaum Lösungen fand.
Auch Karius selbst stand bei den beiden Gegentreffern im Mittelpunkt. Beim ersten Tor ging der Ball durch die Beine eines Mitspielers und dann an ihm vorbei. Beim zweiten Gegentor kam er nach einer Ecke nicht an den Ball.
Wie tief der Stachel nach dem Pokal-Aus sitzt, zeigte sich auch in der Schalke-Kabine. Dort herrschte nach dem Abpfiff offenbar bedrückende Stille. „Es war ruhig. Jeder ist erst mal gerade mit sich beschäftigt“, berichtete Karius. Der Keeper machte deutlich, wie sehr ihn und seine Mitspieler die Niederlage schmerzt.
Eigentlich wollte Schalke mit einem Erfolgserlebnis neues Selbstvertrauen für den Bundesliga-Alltag sammeln. Stattdessen folgte der nächste Rückschlag. Karius fordert deshalb eine ehrliche Aufarbeitung: „Wir müssen uns als Mannschaft da hinterfragen, was wir besser machen können.“
Viel Zeit bleibt dafür nicht. Nach der Pokal-Enttäuschung müssen die Königsblauen schnell wieder den Blick auf die Bundesliga richten. Am Samstag (31. Oktober) ist RB Leipzig zu Gast in der Veltins-Arena.