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Niclas Füllkrug hat Werder Bremens Bundesligarekord von Stürmerlegende und DFB-Sportdirektor Rudi Völler am Samstagnachmittag eingestellt.
Der Angreifer traf im Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim in der 57. Minute nach entschlossener Aktion und noch entschlossenerem Abschluss zur Bremer Führung. Damit ist er der erste Werder-Spieler seit Völler in der Saison 1982/83 und damit gleichzeitig der zweite überhaupt, der in der Bundesliga in sieben Spielen am Stück mindestens ein Tor erzielt hat.
Da Füllkrug auch unter der Woche im DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund (2:3) getroffen und einen Doppelpack geschnürt hatte, ist er nun der erste Werderaner seit Gründung der Bundesliga zur Saison 1963/64, der sich in acht Pflichtspielen nacheinander in die Torschützenliste eingetragen hat. Das schaffte selbst Weltmeister Völler nicht, der von 1982 bis 1987 für Bremen stürmte.
Füllkrug, Mitte August per Leihe von West Ham United zum SVW zurückgekehrt, setzte gegen Hoffenheim seinen herausragenden Saisonstart fort. Mit neun Treffern führt der 33-Jährige die Torjägerliste der Bundesliga an und empfiehlt sich mit jedem weiteren Tor selbstredend für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.
Füllkrug selbst, der zuletzt im September 2025 beim DFB-Team war und unter anderem die WM im vergangenen Sommer verpasste, gibt sich bei dem Thema betont zurückhaltend. "Wir haben in Deutschland eine neue Ära eingeläutet, wollen jung und dynamisch sein. Das verstehe ich, wenn das der Fall sein sollte. Und wenn nicht, können wir immer noch darauf reagieren", sagte Füllkrug vergangenes Wochenende im Aktuellen Sportstudio beim ZDF. Der Torjäger betont dabei explizit, dass er immer zur Verfügung stehen würde, sollte der neue Bundestrainer Jürgen Klopp ihn brauchen.
Klopp hatte in seinem ersten Kader für die Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober auf Füllkrug verzichtet. Rund um das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen den FC Arsenal (2:2) kürzlich deutete Klopp mit Blick auf den Bremer bei DAZN an, dass dessen fortgeschrittenes Fußballeralter eine Berufung unwahrscheinlicher mache: "Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld."
Ausschließen will Klopp, der sein Aufgebot für die anstehenden November-Länderspiele kommenden Donnerstag verkünden wird, allerdings nichts: "Lionel Messi hat gerade mit, was war er, 39 oder 40, noch eine WM gespielt. Also es geht ja. Aber ich bin erst mal froh, dass Niclas wieder da ist und so spielt, wie er spielt, weil er körperliche Probleme gehabt hatte – mit was auch immer. Und jetzt wirkt er im Moment so frisch wie nie zuvor. Deshalb ist alles gut."
Ob Klopp trotz der irren Torserie des 24-maligen deutschen Nationalspielers (14 Treffer) weiterhin auf Füllkrug verzichtet, wird sich in wenigen Tagen zeigen.