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Die Brüder Emil und Otto Preis treffen heute im Gebietsliga-Mitte-Duell zwischen Gratwein-Straßengel und Deutschfeistritz erstmals aufeinander.
Gratwein-Straßengel gegen Deutschfeistritz (heute, 19 Uhr) ist im Hause Preis kein ganz normales Fußballspiel. „Der Papa sucht schon die ganze Zeit ein Ergebnis, mit dem beide zufrieden sind“, sagt Otto Preis – Stürmer von Deutschfeistritz. Das Problem: Bruder Emil (22) steht bei Gratwein-Straßengel im Tor. Selbst wenn beide Vereine mit einer Punkteteilung leben könnten: Ein torloses Remis ist für den Stürmer nicht zufriedenstellend, eines mit vielen Treffern ärgert dann den Torhüter. Dass Gratwein und Deutschfeistritz auch in der Tabelle Nachbarn sind, bringt noch mehr Brisanz ins Bruder-Duell.
Die Nervosität bei Stürmer Otto – vier Jahre jünger – ist größer: „Er spielt ja nicht nur gegen mich, sondern auch gegen seinen Ex-Verein“, sagt Torhüter Emil. Der BWL-Student ist aber gewarnt: Otto Preis hat in den letzten drei Spielen getroffen, gegen Weinitzen gar per Fallrückzieher. „Es läuft ganz gut, ich hoffe, ich kann ihm einen reinschießen“, sagt Otto. Emil andererseits hofft auf viele Abschlüsse des Bruders – und selbstverständlich eine weiße Weste. „Auf der Linie ist er richtig gut“, sagt Otto über seinen Bruder. Der sieht die Stärken des stürmenden Preis’ im Abschluss – vor allem aus der Distanz.
Im Hause Preis – Emil und Otto wohnen noch daheim – ist die Stimmung jedenfalls angespannt. „Man merkt schon, dass etwas anders ist“, sagen die beiden Brüder unisono. „Anspannung ist schon da. Unsere Eltern lassen uns das klären“, sagt Otto. Für wen die Eltern die Daumen drücken, ist noch nicht geklärt. Gratwein-Torhüter Emil hat da eine ganz klare Meinung: „Wenn sie uns gleich gerne haben, dann sollten sie schon für ihren Heimatverein sein.“ Das wäre dann Gratwein-Straßengel und Deutschfeistritz-Stürmer Otto würde – was die Unterstützung betrifft – durch die Finger schauen.