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Loic Meillard steht vor seiner ersten Ski-Saison als frischgebackener Vater. Wegen seiner wenige Monate alten Tochter tritt er im kommenden Winter kürzer.
München – Olympia-Gold, Hochzeit, Vaterschaft: Die vergangenen Monate dürften dem Schweizer Ski-Superstar Loic Meillard vorgekommen sein wie ein Traum. Nachdem er bei den Olympischen Spielen im Februar furios Gold (Slalom), Silber (Team-Kombination) und Bronze (Riesenslalom) abgeräumt hatte, folgten in der Sommerpause erst die Traumhochzeit mit Partnerin Zoe Chastan und anschließend die Geburt der gemeinsamen Tochter.
Nun steht die neue Saison an und Meillard hat seine Planung im Vergleich zu den letzten Jahren wegen seiner Familie geändert. Der zweifache Weltmeister verzichtet mindestens bis zum Jahresende auf Super-G‑Starts. Das bestätigte der 29‑Jährige in der SRF-Sendung „Sportpanorama“, kurz vor dem Auftakt der neuen Weltcup-Saison in Sölden (alle TV-Infos hier).
Konkret bedeutet das: Meillard lässt die Super-G-Rennen in Copper Mountain (28. November), Beaver Creek (5. Dezember), Gröden (18. Dezember) und Bormio (29. Dezember) aus. Die Riesenslaloms in Copper Mountain und Beaver Creek bestreitet er dagegen. Über die Weihnachtsfeiertage plant er fest Zeit für seine Familie ein: Nach dem Nachtslalom in Madonna di Campiglio am 23. Dezember will er am 24. nach Hause fahren.
„Es wäre eigentlich schade, diese Zeit nicht mit der Familie zu verbringen.“ Bis jetzt, so Meillard, sei es „immer nur um mich gegangen, das ist jetzt anders“. Hätte er den Super-G in Bormio gefahren, hätte er seine Familie bereits am 25. Dezember wieder verlassen müssen. „Die Emotionen, die wir im Sport erleben, sind etwas sehr Spezielles. Aber wenn du Vater wirst, ist es schon etwas noch Größeres und Besseres“, erklärte er seine Entscheidung.
Meillard gehört seit Jahren zu den festen Größen im Ski-Zirkus, will nach seinen Erfolgen bei Olympia in der kommenden Saison vor allem die kleinen Kristallkugeln im Slalom und Riesenslalom angreifen. Die kleine Kristallkugel fehlt ihm in seinen Lieblingsdisziplinen noch. Die Parallel-Kugel von 2020 gewann er nach nur zwei Rennen. Im Gesamtweltcup wurde Meillard 2023/24 hinter Marco Odermatt Zweiter, danach folgten zwei Winter mit Rang drei und vier. (LuHa)