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"Wie eine Körperverletzung": Schwere Vorwürfe gegen Real Madrids Arda Güler

Der FC Sevilla tobt nach der 1:4-Klatsche bei Real Madrid. Im Zentrum der Kritik: der Schiedsrichter und Arda Güler.

In der 23. Minute der Partie hatte Güler im Laufduell mit Peque Fernandez mit dem Ellenbogen nach hinten ausgeschlagen. Sevillas Nummer zehn ging daraufhin zu Boden, hielt sich das Gesicht und musste kurzzeitig behandelt werden. Der Türke kam ohne Verwarnung davon, stattdessen sahen Dean Huijsen und Felix für nachfolgende Aktionen jeweils Gelb. Sieben Minuten später erzielte Güler per Traumtor das 1:0 für die Hausherren.

Ebenfalls für Unmut bei den Gästen sorgte ein zweiter Vorfall: Im Vorfeld des zweiten Gegentors durch Kylian Mbappe monierten die Andalusier ein vermeintliches Foulspiel von Ibrahima Konate an Robbie Ure. Eine Wiederholung dieser Szene war in der TV-Übertragung jedoch nicht gezeigt worden.

Auf der Vereinshomepage sparte der FC Sevilla nicht mit Kritik an der Spielleitung von Schiedsrichter Mateo Busquets Ferrer. "4-1: Ellenbogen und das war's", titelte der Klub nach dem Spiel und schrieb mit Blick auf das ungeahndete Einsteigen gegen Ure: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte."

Auch Sevillas Trainer Luis Garcia Plaza sparte auf der Pressekonferenz nicht mit deutlichen Worten und widmete fast die gesamte PK den Entscheidungen des Unparteiischen. Im Falle von Gülers Aktion sprach der Coach von einer "ganz klaren Roten Karte" und sagte: "Es ist ein völlig anderes Spiel, das ab dem Ellenbogenschlag gespielt werden muss. Im Elf-gegen-elf mögen sie besser sein, aber man hat uns die Chance genommen, ein anderes Spiel zu bestreiten."

Real Madrid v Sevilla FC - LaLiga EA Sports 2026/27

Sevilla-Trainer teilt gegen Real, Barcelona und Atletico aus

Auch das angebliche Vergehen an Stürmer Ure war für den Coach eine eindeutige Fehlentscheidung: "Der Schiedsrichter hatte keinen guten Tag. Sie haben uns nicht spielen lassen. Heute hätten wir ab der 23. Minute in Überzahl spielen müssen. Diejenigen, die sich am meisten beschweren, haben am wenigsten Grund dazu: Real Madrid, Barcelona und Atletico Madrid. Ich bin schon lange in diesem Geschäft und es ist immer dieselbe Geschichte."

Damit bezog sich Plaza recht eindeutigauf den zuletzt einmal mehr eskalierten Zoff zwischen LaLiga-Boss Javier Tebas und den Königlichen, die sich immer wieder von Schiedsrichtern im Liga-Betrieb benachteiligt fühlen und eine komplette Reform, sowie den Rücktritt von Tebas forderten.

Die Enttäuschung saß indes auch bei den Spielern tief. Außenverteidiger Juan Iglesias äußerte seinen Frust bei Movistar: "Wir waren im Spiel und haben alles gegeben. Ich habe ein Foul an Peque gesehen, das mir wie eine Körperverletzung vorkam, und es gab auch ein Foul an Ruben Vargas vor einem der Tore von Real Madrid, aber dieser Vorfall wurde nicht einmal im Fernsehen gezeigt."

Iglesias weiter: "Es gab Entscheidungen, auf die wir keinen Einfluss hatten. Oft kann man nicht mit den Schiedsrichtern sprechen, sie lassen es nicht zu. Es heißt einfach nur 'Raus hier, ich gebe dir eine Karte'. Das ist immer die einfachste Lösung. Wir wussten, wie es hier laufen würde."

Kapitän Kike Salas lederte ebenfalls los. "Das Foul von Arda Güler war eindeutig. Man kann den Ellbogenstoß sehen, den Peque abbekommen hat. Das hat das Spiel eindeutig zu ihren Gunsten gekippt und dann stand es 1:0", sagte der Abwehrspieler.

Real Madrid v Sevilla FC - LaLiga EA Sports 2026/27

"Besessenheit": Jose Mourinho bügelt Sevillas Kritik ab

Dafür, dass der VAR nicht eingeschaltet wurde, zeigte Salas kein Verständnis: "Ich verstehe nicht, warum dieser Vorfall nicht überprüft wurde. Wir verlangen nichts weiter als Respekt und dass das Geschehene gewürdigt wird. Wir sind enttäuscht, aber man kann auch ein Foul an Ruben Vargas sehen."

Auf der Gegenseite wiegelte Real-Trainer Jose Mourinho ab und konnte die Aufregung um die Szenen nicht nachvollziehen. Der Portugiese erklärte, er verstehe "die Besessenheit mit so vielen Fragen zu dieser Geschichte nicht".

Mourinho führte aus: "Niemand konnte mir zeigen, was angeblich passiert sein soll. Ich habe kein einziges Bild gesehen. Ich habe meine Analysten und das Fernsehen um Bilder gebeten, aber ich konnte nichts sehen von den Dingen, über die gesprochen wird und die Luis gestört haben."

Für Mourinho sei es "der natürliche Lauf der Dinge, dass uns öfter das Gegenteil passieren wird". Der Trainer weiter: "Wenn eines Tages etwas passiert, wovon ich denke, dass es uns begünstigt hat, werde ich kein Problem haben, das zuzugeben."

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