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Ralf Schumacher: Frank Williams war bei teaminternem Ärger "stinksauer"

Ralf Schumacher erinnert an teaminterne Streitigkeiten mit Juan Pablo Montoya und daran, wie sauer Teamchef Frank Williams dann war

Ralf Schumacher: Frank Williams war bei teaminternem Ärger "stinksauer"

"Dass zwei Teamkollegen aneinandergeraten, ist für kein Team akzeptabel", weiß McLaren-Geschäftsführer Zak Brown. Und doch passierte McLaren am Wochenende in Singapur das, was kein Team erleben möchte: Im Sprint gerieten Lando Norris und Oscar Piastri in der letzten Runde aneinander - und das nicht zum ersten Mal in den vergangenen Monaten.

In Kanada 2025 war Norris schon einmal auf Piastri aufgefahren, und im Sprint von Austin wurden beide in eine unglückliche Startkollision verwickelt. "Das geht absolut gar nicht", sagt Brown und betont, dass man natürlich mit seinen beiden Piloten darüber gesprochen habe.

Doch Norris und Piastri sind bei weitem nicht die ersten Teamkollegen, die sich gegenseitig auf die Hörner nehmen - und sie werden mit Sicherheit auch nicht die letzten sein. Sky-Experte Ralf Schumacher erinnert sich noch gut an seine eigene Formel-1-Zeit und vor allem die Zeit bei BMW-Williams.

Denn zwischen ihm und Teamkollege Juan Pablo Montoya wurde es in den gemeinsamen Jahren nicht nur einmal hitzig. Heute verstehen sich die beiden durchaus gut, doch damals verband beide eine tiefe Rivalität - sehr zum Leidwesen von Teamgründer Frank Williams.

"Der war stinksauer", erinnert sich Schumacher, wenn er wieder einmal mit Montoya aneinandergeraten war - teilweise habe der Teamchef seinen Fahrern auch kein Abendessen spendiert. Schlimmer sei jedoch Mitbegründer Patrick Head gewesen, der öfter auch lauter wurde.

Aus heutiger Sicht zeigt Schumacher jedoch Verständnis für den Ärger: "Man darf ja immer nicht vergessen, da sind über 1.000 Leute in der Fabrik", die nichts anderes machen, außer sich um die Autos zu kümmern.

"Und dann fahren sich zwei Ochsen ins Auto und nehmen sich die Punkte weg", so der Deutsche. "Jeder Punkt bringt ja auch irgendwie ein Preisgeld für die Mitarbeiter. Das ist auch wichtig, also das darf man einfach nicht unterschätzen."

Er selbst habe früher teilweise das Preisgeld für die Mitarbeiter zahlen müssen. BMW-Williams beschäftigte damals rund 750 Mitarbeiter, heute operieren Teams wie McLaren durchaus auch mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, sodass für die Fahrer einiges zusammenkommt.

Ob nach dem Vorfall im Sprint von Singapur noch Konsequenzen für Norris folgen, wird sich zeigen, doch Brown war nach der Kollision auf jeden Fall auf 180: "Er brauchte, glaube ich, auch ein bisschen Luft am Anfang und ist von der Pitwall abgedampft", hat Schumacher beobachtet. "Aber das zeigt, was für ein Racer er ist."

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