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Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto leisten bei Audi Aufbauarbeit, doch für den letzten Schritt an die Spitze hat Ralf Schumacher eine andere Vorstellung

Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Der frühere Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher rät Audi dazu, einen Grand-Prix-Sieger unter Vertrag zu nehmen, "um den letzten Schritt zu machen". Denn Audi will bis 2030 in der Lage sein, um Siege und den WM-Titel zu kämpfen. Das hat Audi-Geschäftsführer Gernot Döllner bereits vor dem Formel-1-Einstieg angekündigt.

2030 sei aus heutiger Sicht "natürlich noch ein Stück hin", sagte Schumacher bei Sky. "Aber irgendwann wird die Phase kommen, wo man über die Zukunft nachdenken muss."

Dann könne jemand interessant werden, "der Rennen gewonnen hat oder am besten sogar Weltmeister geworden ist", erklärte Schumacher. "Jemand, von dem das Team weiß: Der kann es. Der bringt Erfahrung mit."

Warum kurzfristig kein Handlungsbedarf herrscht

Laut Schumacher müssen Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg kurzfristig aber nicht um ihre Cockpits bangen: Ein Fahrerwechsel sei "im Moment nicht nötig. Beide Fahrer verstehen sich super, ziehen an einem Strang und konzentrieren sich auf das Team." Genau das sei für die Aufbauarbeit im neuen Formel-1-Werksteam notwendig und hilfreich. (Fotostrecke: Die Audi-Meilensteine in der Formel 1)

Hülkenberg zählt mit 39 Jahren bereits zu den älteren Fahrern im Feld. Ein konkretes "Ablaufdatum" sieht Schumacher jedoch nicht: "Nico geht zwar auf die 40 zu, aber wie man es bei Fernando Alonso sieht, kann es vielleicht noch weitergehen." Das sei allerdings eine Frage, "die ich heute nicht beantworten kann", so Schumacher.

Der 45-jährige Alonso entschied erst kürzlich, seine Formel-1-Karriere über 2026 hinaus fortzusetzen und 2027 erneut für Aston Martin anzutreten.

Als derzeit ältester Fahrer im Feld ist jedoch selbst Alonso noch weit weg vom Altersrekord für eine Grand-Prix-Teilnahme in der Formel 1: Louis Chiron fuhr 1955 beim Grand Prix von Monaco mit 55 Jahren. Neben Alonso standen in der jüngeren Formel-1-Geschichte allerdings auch Lewis Hamilton und Michael Schumacher mit über 40 noch auf dem Podium.

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