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Jürgen Klopp will Antonio Rüdiger am 16. November in Berlin verabschieden – ausgerechnet vor dem Nations-League-Duell mit den Niederlanden.
Antonio Rüdiger bekommt doch noch seinen großen Moment im DFB-Trikot: Am Donnerstag kündigte Jürgen Klopp bei der Nominierung des Kaders für die Nations-League-Partien gegen Serbien und die Niederlande an, den 33 Jahre alten Verteidiger offiziell zu verabschieden. Die Zeremonie soll am 16. November in Berlin vor dem Spiel gegen die Niederlande stattfinden. Es gehe darum, so Klopp, dass „ein verdienter Nationalspieler angemessen tschüss und danke sagen“ wird.
Die Ehrung fällt damit in das womöglich wichtigste Spiel des Jahres: Nach vier Spieltagen steht Deutschland in der Gruppe A2 mit fünf Punkten nur auf Rang drei, die Niederlande und Griechenland liegen mit jeweils acht Zählern davor. Wie genau der Abschied gestaltet wird, wer dabei neben Rüdiger auf dem Rasen steht und wie viel Zeit vor dem Anpfiff dafür eingeplant ist, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
Rüdigers Länderspielkarriere begann am 13. Mai 2014 in Hamburg gegen Polen und endete nach zwölf Jahren und 86 Einsätzen. Am 1. September 2026 erklärte er nach der enttäuschenden WM seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. In der ewigen DFB-Rangliste steht er mit seinen 86 Partien auf Platz 21, weit entfernt von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus mit 150 Einsätzen.
Ein Titel bei einer WM oder EM blieb ihm mit der DFB-Auswahl verwehrt. Immerhin: 2017 gehörte Rüdiger zum deutschen Team, das den Confed-Cup gewann. In seinem Instagram-Statement nach dem WM-Aus, über das unter anderem der Tagesspiegel berichtete, schrieb er: „Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen“.
Rüdiger war nach Rekordtorwart Manuel Neuer der zweite Nationalspieler, der nach der WM 2026 seine Karriere im DFB-Trikot beendete. Einst schien sich bei Rüdiger sogar eine Kehrtwende unter Klopp abzuzeichnen. Nun wird es in Berlin aber offiziell – mit der sportlichen Brisanz als Begleitmusik. Ob die DFB-Elf den Abschied mit dem nötigen Ergebnis gegen die Niederlande veredeln kann, ist angesichts des Rückstands in der Gruppe offen. (cm)