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Das gab es in der NBA noch nie! Doncic-Wahnsinn geht bei Lakers-Sieg immer weiter - Franz Wagner verbucht bittersüßen Karrierebestwert

Luka Doncic ist in dieser Saison einfach nicht zu stoppen und legt bei seiner nächsten Gala historische Zahlen auf. Franz Wagner und Tristan da Silva erleben einen Abend mit gemischten Gefühlen.

Moritz Wagner darf sich hingegen über eine starke Leistung und den ersten Saisonsieg mit den Brooklyn Nets freuen. Bei den Golden State Warriors befindet sich Yaxel Lendeborg nach dem nächsten Statement auf den Spuren von Stephen Curry,

Die Highlights der NBA im Roundup.

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Orlando Magic

Boston Celtics

97:108

Indiana Pacers

Brooklyn Nets

90:98

Golden State Warriors

Los Angeles Clippers

124:112

Los Angeles Lakers

Toronto Raptors

131:125

Los Angeles Lakers v Golden State Warriors

Los Angeles Lakers (5-2) - Toronto Raptors (3-3) 131:125

Es wird langsam eng mit den Superlativen für das Offensiv-Spektakel, das Luka Doncic Abend für Abend präsentiert. Dass er nach dem ersten Viertel schon wieder bei vier getroffenen Dreiern und 16 Punkten stand, ist mittlerweile fast schon Standard. Die 45 Punkte (12/23 FG, 8/12 3FG, 5/6 FT) in 35 Minuten wirken mittlerweile ebenso fast schon wie ein ganz normaler Arbeitstag für den Topscorer der NBA.

Es war die vierte Partie in Serie, bei der er mindestens 37 Zähler sammelte. Gegen die Raptors hatte er die Marke schon vor dem Schlussviertel erneut geknackt. Die 40-Punkte-Marke fiel derweil für die Lakers zum 20. Mal - in seinem 98. Regular-Season-Spiel für "Puple and Gold". Beim Heimsieg gegen Toronto garnierte er die nächste Gala noch mit 15 Rebounds, 6 Assists und 5 Steals - eine Statline, die in der NBA noch nie zuvor erreicht wurde! Einziger Schönheitsfehler. 7 Turnover.

Eigentlich hätte Doncic auch schon gerne früher Feierabend gemacht. Anderthalb Minuten vor dem Ende des dritten Viertels führte Los Angeles schon vermeintlich souverän mit 102:76 und trudelte einer ausgedehnten Garbage Time entgegen. Doch die Raptors gaben sich noch nicht geschlagen und kamen immer näher heran (109:100), sodass Lakers-Coach JJ Redick im Schlussabschnitt nach und nach noch einmal seine Stars reinwerfen musste.

Ein 9:1-Lauf, bei dem Doncic gemeinsam mit Backcourt-Buddy Austin Reaves alle Punkte erzielte, sorgte dann doch vermeintlich für die endgültige Entscheidung und die Starter wanderten 1:43 vor dem finalen Buzzer auf die Bank. Die Raptors-Reserve scorte jedoch elf Punkte in nur 40 Sekunden, sodass Doncic und Co. für die letzten Possessions dann sogar noch einmal aufs Parkett mussten.

Für die Lakers überzeugte neben "Luka Magic" auch Star-Neuzugang Walker Kessler, der ein perfektes Double Double (16 PTS, 6/6 FG, 4/4 FT, 15 REB) eintütete. Reaves hatte bei den stark schießenden Lakers (54 FG%, 49 3FG%) zwar nicht immer Wurfglück (6/16 FG, 2/7 3FG), doch kam auf 19 Punkte. Collin Sexton (14) und Sandro Mamukelashvili (11) sammelten noch ordentlich Zähler von der Bank.

Die Raptors mussten erneut auf Kawhi Leonard verzichten, der beim Trip nach Los Angeles in der kommenden Nacht auch das Duell gegen sein Ex-Team die Clippers verpassen wird. In seiner Abwesenheit ging Scottie Barnes mit 29 Zählern voran und traf dabei besser aus dem Feld (11/20 FG) als von der Freiwurflinie (7/13 FG). RJ Barrett schnappte sich ein Double Double (22 PTS, 10 REB) und Jamison Battle hatte das heißeste Händchen (20, 4/10 3FG) unter den Ersatzmännern.

Orlando Magic v New York Knicks

Orlando Magic (2-4) - Boston Celtics (5-1) 97:108

Nächste Heimpleite für die Magic, die im Kia Center nun einen 0-3-Start hingelegt haben. Dabei sah es gegen Boston zunächst gut aus und Orlando führte mit 13:4. Der Dreier fiel zu Beginn deutlich besser als bei den Gästen. Während die Magic im ersten Viertel sechs von zwölf Triples trafen, netzten die Celtics einen einzigen von elf Versuchen von draußen. Problem: Die Mannschaft von Head Coach Sean Sweeney erlaubte sich in den ersten zwölf Minuten bereits acht Turnover, sodass die Celtics trotzdem mit 14:23 in Front gingen.

Im zweiten Viertel passten die Magic zwar besser auf den Ball auf, doch bekamen Topscorer Jayson Tatum (32, 8/19 FG, 1/5 3FG, 15/17 FT) einfach nicht in den Griff. Nach dem 50:55-Pausenrückstand wurde es nicht besser für Orlando und vor allem nicht besser für Franz Wagner. Der DBB-Star startete mit drei Fehlwürfen und einem Turnover ins dritte Viertel und verpasste mehrfach die Möglichkeit, aus guter Position abzudrücken. Sweeney nahm Wagner ungewohnt früh raus und brachte Tristan da Silva, der sich erneut ein Sonderlob verdiente: "Er hat auf beiden Seiten des Courts großartige Arbeit geleistet, vor allem aber mit Blick auf das Shooting. Er hat sich aggressiv um gute Looks bemüht", schwärmte der Coach von seinem deutschen Schützling, der mit mehreren Distanzwürfen großen Anteil am 12:0-Run hatte, um die Magic zurück in Schlagdistanz zu bringen.

Früh im Schlussviertel gelang Orlando dann auch tatsächlich der Ausgleich, doch Franz verpasste im nächsten Angriff die Chance auf die Führung. Es war ein Sinnbild für Wagner, der auch in der Schlussphase mehrfach von Neemias Queta geblockt wurde, während Paul George anderthalb Minuten vor dem Ende von Downtown den Dagger traf (106:95). Wagners Freude über sein neuen Karrierebestwert von 12 Assists dürfte aufgrund der Niederlage und der sehr bescheidenen Quoten (14, 5/20 FG, 1/4 3FG) begrenzt gewesen sein. Nationalmannschaftskollege da Silva hingegen verbuchte ein deutlich effizienteres Double Double (23, 9/14 FG, 5/8 3FG, 10 REB). Der Forward war gemeinsam mit Anthony Black Topscorer. Desmond Bane kam in der erneuten Abwesenheit von Paolo Banchero und Jalen Suggs auf 19 Zähler.

Bei den Celtics wusste neben Tatum erneut George zu überzeugen, der den Boxscore fleißig füllte (17 PTS, 6 REB, 8 AST, 2 STL, 2 BLK). Derrick White markierte 12 Punkte, Luka Garza (12) und Baylor Scheierman (10) brachten Schwung von der Bank.

Charlotte Hornets v Brooklyn Nets

Indiana Pacers (2-5) - Brooklyn Nets (1-5) 90:98

Während sein jüngerer Bruder nicht seinen besten Abend erlebte, durfte sich Moritz Wagner hingegen freuen: Die Nets haben ein Spiel gewonnen! Erstmals in dieser Saison verließ Brooklyn das Parkett als Sieger. Die Premiere feierte die Truppe von Jordi Fernandez bei ersatzgeschwächten Pacers, die noch immer auf Ivica Zubac und Tyrese Haliburton verzichten müssen.

Trotzdem hielt Indiana in einer lange Zeit nicht sonderlich schönen Basketballpartie gut mit. Beide Teams schossen in der ersten Hälfte grauenhaft (Nets: 38 FG%, Pacers: 32 FG%) und es ging mit einem 43:40 für Brooklyn in die Pause. Im dritten Viertel konnten sich die Nets zwar mehrfach zweistellig absetzen, doch im Schlussabschnitt verkürzten die Pacers noch einmal auf 72:75. Knapper wurde es jedoch nicht mehr.

Die Nets entschieden das wichtige Rebound-Duell für sich (43:37), was sie vor allem Day'Ron Sharpe (15 PTS, 13 REB, 4 OR) zu verdanken hatten. Wagner hatte als Sharpe-Ersatz allerdings ebenfalls Anteil an dem Sieg und brachte es von der Bank in 21 Minuten auf 14 Punkte (4/6 FG, 1/2 3FG) sowie 6 Boards. Den Großteil der Scoringlast übernahmen wieder einmal Michael Porter Jr. (23) und Julius Randle (20).

Bei den Pacers knackte einzig Andrew Nembhard (23) die 20-Punkte-Marke. Pascal Siakam (17), Quenton Jackson (12), Kelly Oubre Jr. (11) und Aaron Nesmith (11) schafften immerhin ebenfalls die Double Digits.

Los Angeles Clippers v Golden State Warriors

Golden State Warriors (4-3) - Los Angeles Clippers (1-5) 124:112

Die Partystimmung im Chase Center geht munter weiter! Nachdem die Golden State Valkyries, das Schwesterteam der Warriors, nur wenige Stunden zuvor ihren historischen WNBA-Titel zelebrierten, lieferten auch die Dubs einige Gründe zum Jubeln. Und das, obwohl beim vierten Sieg in Serie Stephen Curry und Draymond Green vor dem Back-to-Back gegen die Suns geschont wurden.

Doch Curry durfte zusehen, wie sich Yaxel Lendeborg immer mehr für die Rolle als sein Nachfolger empfiehlt. Lendeborg zeigte die nächste beeindruckende Performance und verbuchte mit 37 Punkten (13/19 FG, 6/11 3FG, 5/6 FT) ein neues Career High. Es war die beste Rookie-Performance bei den Warriors seit Curry 2010 den Trail Blazers in seiner Debütsaison 42 Zähler eingeschenkt hatte. Nachdem Lendeborg in der Nacht auf Samstag noch seinen bisher schwächsten Auftritt erlebt hatte (ausgefoult, 6 PTS, 5 TO, 1 REB, 0 AST), riss er sich mit nur einem Foul deutlich besser am Riemen (1 PF), passte auch besser auf den Ball auf (2 TO), ließ das Spielgerät gut laufen (6 AST) und arbeitete erfolgreich an den Brettern (4 REB).

De'Athony Melton lieferte mit 21 Zählern Unterstützung im Scoring, während sich Brandin Podziemski nach schwacher erster Hälfte steigerte und am Ende fast noch ein Triple Double (17 PTS, 8 REB, 8 AST) verzeichnete. Zudem kam die Warriors-Bank insgesamt auf 40 Zähler, wovon 17 auf das Konto von Brandon Williams gingen.

Für die Clippers, die zum fünften Mal in Folge verloren, erwischte Rui Hachimura (24, 10/16 FG, 4/7 3FG) seinen besten Abend seit seinem Wechsel. Auf ihn folgten Kobe Sanders (16) und Darius Garland (15). Kris Dunn scorte ebenfalls zweistellig (12), machte jedoch vor allem mit der Defense im "Dunngeon" auf sich aufmerksam, indem er sich ein Career High von gleich 7 Steals schnappte.

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