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Max Verstappen kämpft im GT-World-Challenge-Qualifying - Porsche auf Pole in Portimao
Max Verstappen absolviert ersten Gaststart in der GT World Challenge, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Max Verstappen nimmt das Saisonfinale der GT World Challenge in Portimao (Samstag ab 18:00 Uhr) aus dem vorderen Viertel auf. Im Qualifying am Freitagabend erreichte der Formel-1-Star mit seinen Mercedes-AMG-Teamkollegen Chris Lulham und Ben Barnicoat den 15. Platz im Feld der 61 GT3-Autos. Die Pole Position für das 3-Stunden-Rennen auf dem portugiesischen Kurs ging an den #2 Boutsen-VDS-Porsche 911 (Morris Schuring/Dorian Boccolacci/Alessio Picariello).

GTWC-Debütant Verstappen stieg im abschließenden Q3 des aufgeteilten Qualifyings ins Cockpit seines #3 Mercedes-AMG GT3. Der Niederländer legte seine schnellste Runde in 1:42.093 Minuten zurück und belegte damit Platz 14 in diesem Qualifying-Segment. Damit war Verstappen bei verbesserten Streckenbedingungen immerhin schneller als seine GT3-erfahreneren Teamkollegen Barnicoat (Q1, 1:43.124) und Lulham (Q2, 1:42.655) zuvor.

Thomas Preining ist DTM-Meister - Hinter dem Manthey-Platztausch steckte mehr! (15:44 Min.)

Verstappen kämoft bei GT-World-Challenge-Debüt

Verstappen hatte mit seinem von 2 Seas Motorsport eingesetzten Mercedes-AMG GT3 sichtbar zu kämpfen, vor allem mit starkem Bouncing. Seine erste von drei schnellen Runden nahm er rund vier Minuten vor dem Sessionende auf. Seine erste Rundenzeit (1:42.216) konnte Verstappen mit dem zweiten Run (1:42.093) verbessern, der dritte und letzte Versuch (1:42.170) brachte aber keinen Fortschritt.

"Das war eine harte Session", sagte Verstappens Teamkollege Barnicoat. "Uns fehlte schon in den Trainings etwas Speed. Obwohl wir da recht weit vorne standen, war keiner von uns super-happy. Wir haben dann etwas probiert, es hat aber nicht geklappt." Die Bestzeit im Q3 ging auf das Konto von AF-Corse-Ferrari-Pilot Simon Birch in 1:41.652 Minuten - eine halbe Sekunde schneller als Verstappen.

Verstappen-Mercedes im Qualifying auf P15 - F1-Star sorgt für Riesen-Interesse

Die Startaufstellung in der GT World Challenge ist allerdings Teamsache: Jeder der drei Fahrer eines Autos absolviert ein eigenes Qualifying. Aus ihren jeweils schnellsten Rundenzeiten wird ein Durchschnitt gebildet, der über die finale Startposition entscheidet. Jedes der drei Qualifying-Segmente ist in zwei Gruppen unterteilt: Zunächst fahren die Autos aus dem Bronze- und Silver-Cup, anschließend sind die Teams aus dem Gold- und Pro-Cup an der Reihe.

Der Hype rund um GTWC-Debütant Verstappen ist gigantisch: Bei der Livestream-Übertragung des heutigen Qualifyings in sieben Sprachen schauten mehr als 60.000 Zuschauer zu - nie zuvor genoss das Saisonfinale der SRO-Meisterschaft ein größeres Interesse in der Motorsportwelt. Teambesitzer Verstappen und Barnicoat, ansonsten mit Lexus in der IMSA unterwegs, ersetzen die Stammfahrer Jules Gounon und Daniel Juncadella. Das Duo gastiert parallel mit der WEC in Barcelona.

Verstappen und Co. haben am Samstag alle Chancen auf ein erfolgreiches Rennen. Beim dreistündigen Endurance-Lauf stehen das Reifen-Management und die optimale Strategie im Fokus. Ebenso, im riesengroßen Starterfeld der 61 Autos mit Amateur- und Profi-Piloten nicht in Kollisionen verwickelt zu werden.

Porsche auf Pole - Maro Engel und Co. schon Meister

Die beste Ausgangslage hat allerdings der #2 Boutsen-VDS-Porsche um Morris Schuring, Dorian Boccolacci und Alessio Picariello. Die beiden Erstgenannten schlossen ihre Qualifying-Segmente jeweils auf dem ersten Platz ab und bescherten dem Autobauer aus Zuffenhausen die erste Endurance-Cup-Pole in dieser Saison.

Der zweite Startplatz ging an den #17 GetSpeed-Mercedes-AMG GT3 (Ralf Aron/Maximilian Götz/Fabian Schiller). Die zweite Startreihe teilen sich der #80 Lionspeed-Porsche um DTM-Champion Thomas Preining, Ricardo Feller und Bastian Buus sowie der #64 HRT-Ford Mustang GT3 (Arjun Maini/Fabio Scherer/Thomas Drouet). Auf den Plätzen fünf und sechs folgten der #50 AF-Corse-Ferrari 296 GT3 (Albert Costa/Arthur Leclerc/Lilou Wadoux) und der #48 Winward-Mercedes-AMG GT3 (Lucas Auer/Luca Stolz/Maro Engel).

Engel und Co. hatten sich die Meisterschaft im Endurance-Cup schon vor Portimao gesichert. Seit dem heutigen Freitag ist zudem klar, dass Engel und Auer der Gewinn in der Overall-Wertung der GT World Challenge 2026 nicht mehr zu nehmen ist: Der Belgische Automobil Klub RACB hat die Berufung von Winward-Mercedes gegen eine Disqualifikation vom Sprint-Rennen in Misano (19. Juli) akzeptiert.

Ein Debakel erlebte unterdessen der #46 WRT-BMW M4 Gt3 Evo um Motorrad-Superstar Valentino Rossi: Dem Italiener wurden die schnellsten Rundenzeiten wegen Verstößen gegen die Track-Limits gestrichen - nur Startplatz 60 in der letzten Reihe für Rossi und seine BMW-Teamkollegen Max Hesse sowie Neil Verhagen.

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