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Ebbe Sand ist zurück auf Schalke. Wenn auch nur für ein paar Tage. Die Stürmer-Legende von Schalke 04 besucht ihren alten Arbeitgeber. Ach was, ihren Herzensklub. Denn bis heute trägt der Däne die Königsblauen tief in seinem Herzen.
„Es ist super, wieder hier auf Schalke zu sein. Ich fühle mich ja hier wie zu Hause“, sagte Sand gegenüber dieser Redaktion. Am Freitagabend besuchte er vor dem Spiel der U23 seinen ehemaligen Kapitän Tomasz Waldoch im Parkstadion. „Aber er ist als Co-Trainer so in die Abläufe vor dem Spiel eingebunden, dass wir uns am Sonntag noch einmal treffen wollen“, verriet Sand. „Ich komme jetzt öfter. Ich arbeite als Berater und bin deshalb oft in Deutschland. Aber hier auf Schalke ist es ja immer wie zu Hause.“
Am Samstag wird er sich natürlich auch das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 anschauen (ab 15.30 Uhr live im Ticker) und hofft auf den ersten Heimsieg. „Schalke gehört einfach in die 1. Bundesliga. Ich freue mich riesig, dass Schalke wieder dabei ist. Ich glaube, das ist allgemein auch für den deutschen Fußball wichtig, dass so ein riesengroßer Traditionsverein wie Schalke wieder in der 1. Bundesliga dabei ist.“
Sand traut den Knappen angesichts der inzwischen wieder gefestigten Strukturen den Klassenerhalt zu. Einen großen Anteil daran hat aus seiner Sicht auch sein alter Kumpel Youri Mulder, den er am Freitag ebenfalls auf Schalke getroffen hat. Mulder ist Direktor Profifußball. „Ich drücke natürlich alle Daumen, dass man erst mal oben bleibt“, meinte Sand. „Das ist natürlich immer nicht einfach in der 1. Bundesliga. Aber ja, ich gehe davon aus, dass Schalke es schafft, da oben zu bleiben. Von da aus kann man dann wieder etwas mehr nach vorne schauen.“
Und pocht sein Herz immer noch schneller, wenn er auf Schalke ist und das Parkstadion oder die Arena sieht? „Auf jeden Fall, ich habe ja so viel erlebt hier. Auch hier im Parkstadion hinter uns und natürlich die letzten fünf Jahre in der fantastischen Arena.“ Besonders die Infrastruktur und die Arena beeindrucken ihn bis heute. „Das kommt mir ja vor wie gestern. Das Stadion sieht ja immer noch wie neu aus.“
Natürlich denkt Sand beim Blick in den Gelsenkirchener Abendhimmel und in Richtung des Flutlichtmasts am Parkstadion unweigerlich an die Vier-Minuten-Meisterschaft in der Saison 2000/2001. „Viele fragen mich immer wieder danach. Das werde ich nie vergessen. Aber es gibt auch genug andere positive Erlebnisse, und in diesem Jahr haben wir auch unseren Pokalsieg gefeiert“, erinnert die Stürmer-Legende an den DFB-Pokalsieg gegen Union Berlin eine Woche später, der zumindest einige Tränen trocknen konnte.
„Allgemein war das meine beste Saison in der ganzen Karriere“, meint Sand, der nach der Krebserkrankung von Rudi Assauer verpflichtet wurde und sich schnell zum S04-Liebling entwickelte. Mit einem Augenzwinkern fügt er an: „Und Meister der Herzen ist ja auch nicht so schlecht.“