Zurück
Die wenigsten GP-Beobachter und Fans haben damit gerechnet, dass WM-Leader Kimi Antonelli in Austin die Pole erobern würde. Der junge WM-Leader, der sich im Rennen auf dem Circuit of the Americas bereits zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte krönen könnte, schloss den Trainingsfreitag zwar mit geringem Rückstand auf den Tagesschnellsten Charles Leclerc auf Platz 2 ab.
Doch im letzten freien Training am Samstagmorgen und auch im ersten Qualifying-Segment schien dem 20-jährigen Titelanwärter das Tempo zu fehlen, um ganz vorn ein Wörtchen mitreden zu können. Doch davon liess sich der schnelle Lockenkopf nicht entmutigen. Im Q2 blieb er nur acht Hundertstel langsamer als Leclerc, der das Mittelsegment als Schnellster abschloss.
Und im Q3 brannte er eine Rundenzeit in den Asphalt, gegen die kein Gegner etwas ausrichten konnte. Am Ende war er 0,179 sec Schneller als Max Verstappen, der sich den zweiten Platz in der ersten Startreihe schnappte. Antonellis Teamkollege George Russell landete hingegen auf der sechsten Position.
Teamchef Toto Wolff stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben, und später bestätigte er: «Ganz ehrlich, die Rundenzeit von George war in etwa das, was wir unserem Auto zugetraut haben. Wir waren nicht ganz happy mit der Abstimmung und dem Upgrade, das wir vor zwei rennen ans Auto gebracht haben. Aber dann hat Kimi eine Wunderrunde hingezaubert und ich verstehe nicht wirklich, woher die kam.»
Der Wiener verriet auch: «Ein Gast des Teams hat mich vor dem Qualifying gefragt, was möglich sei, und ich sagte ihm, dass es irgendetwas zwischen Platz 3 und Platz 5 sein würde. Nun haben wir ein Auto auf Pole, wir haben einen wirklich starken Eindruck hinterlassen. Das Auto hat also das Potenzial, um schnell zu sein. Wir müssen nur verstehen, wie wir das finden können.»
Mit Blick auf den anstehenden US-GP bleibt Wolff dennoch vorsichtig: «Das Rennen wird eine grosse Bewährungsprobe darstellen. Wir wissen, dass unsere Konkurrenten stark sind, aber wir können hoffentlich um den Sieg kämpfen und als Team eine gute Punkteausbeute erzielen.»