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Die Niederlage gegen Celje ist bitter – und war hausgemacht.
Es kommt selten vor, dass eine österreichische Mannschaft im Europacup als Favorit in ein Spiel geht. In Graz war das in der Europa League gegen den Gast aus Slowenien so. Dabei musste schon Salzburg erleben, wie brandgefährlich der regierende Meister aus dem Nachbarland war.
Irgendwie fühlte man sich in Graz ein wenig – und mit viel Fantasie – an eine Venusfliegenfalle erinnert. Sturm war überlegen, Sturm hatte den Ball. Was fehlte, waren die Ideen, um die slowenische Mauer brüchig zu machen. Die stand in der Defensive sicher, eng, ließ sich nicht auseinanderziehen. Nützte jede Gelegenheit, um das Spiel zu unterbrechen, den Schwung zu nehmen. Markierte, lag, verzögerte.
Aber wenn dann, wie bei der angesprochenen Blume, die zwei richtigen Auslöser gesetzt wurden, schnappte die Falle zu. Im Umschaltspiel war Celje präzise, eiskalt und bei weitem nicht so verschwenderisch wie der SK Sturm mit seinen Chancen. Die logische, aber bittere Folge: Kaum eine Statistik, in der Sturm nicht voran lag, bis auf die wichtigste: das Ergebnis. Die Venusfalle schlug dreimal zu.
Ein Sieg wäre ein großer Schritt in die Top 24 gewesen. Jetzt muss man selbst auf eine ähnliche Effizienz hoffen, wie sie Celje an den Tag gelegt hat.