Zurück
Im MotoGP-Sprint in Indonesien krachte Raul Fernandez mit Aprilia-Kollege Marco Bezzecchi zusammen. Der Crash blieb nicht ohne Folgen: Der Trackhouse-Pilot brach sich dabei den rechten Zeigefinger. Im Grand Prix am Sonntag in Mandalika biss Fernandez die Zähne zusammen und fuhr hinter «Bez» als Zweiter über die Ziellinie.
Danach folgte die Enttäuschung beim Großen Preis von Australien. Der Spanier musste im Sprintrennen auf Phillip Island wegen seiner Verletzung nach 10 von 13 gefahrenen Runden aufgeben. Das Hauptrennen am Sonntag fiel dann den schlechten Wetterbedingungen zum Opfer. In Malaysia wollte es Fernandez wieder versuchen, aber auch dort war er noch gehandicapt. Das Gewebe rund um die Fraktur hatte sich entzündet. Er unternahm einen Versuch im ersten freien Training – und musste danach das Handtuch werfen. Das Gastspiel auf dem Sepang International Circuit ging ohne Fernandez über die Bühne.
An diesem Wochenende startet Fernandez in Katar einen neuen Versuch. Zumindest hat er den medizinischen Check am Donnerstag bestanden. «Ich fühle mich besser und bereit. Ich muss aber mit meiner Energie haushalten, weil ich immer noch einen anderen Finger zum Bremsen benutzen muss. Deshalb benötige ich etwas Zeit, um meinen Fahrstil anzupassen», erklärte Fernandez am Donnerstag vor dem Rennwochenende in Doha. «Ich will es Session für Session angehen. Ich denke, dass wir eine weitere gute Gelegenheit haben – ich genieße es jedes Mal, hier in Katar Rennen zu fahren, habe aber noch die das entsprechende Ergebnis erzielt. Vielleicht ist es an der Zeit, die Geschichte zu ändern.»
Hat sich der ganze Aufwand für Fernandez gelohnt – von Malaysia nach Hause zu fliegen, um einige Tage mit seinem eigenen Physiotherapeuten zu arbeiten? «Wir haben einen guten Job gemacht und ich denke, dass es richtig war, nach Hause zu fliegen. Ich konnte in Andorra den Prozess beschleunigen, es war die richtige Entscheidung», betonte der 26-Jährige. «Ich verbrachte fast einen Tag im Flugzeug, dann hatte ich fünf Tage zur Erholung zur Verfügung. Hierher bin ich gestern geflogen.»
Bislang konnte Raul Fernandez in einem MotoGP-Hauptrennen in Katar noch keine WM-Punkte einfahren. Die Chancen stehen gut, dass sich dies in diesem Jahr mit der konkurrenzfähigen Aprilia RS-GP ändert – vorausgesetzt, sein rechter Zeigefinger lässt dies zu.