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Elfmeter-Zoff im Zweitliga-Topspiel! Wolfsburg verliert bei Hertha BSC – und Trainer Strobl tobt. Selbst Herthas Coach hält einen Strafstoß für vertretbar.
Riesenärger beim VfL Wolfsburg! Nach der 1:2-Niederlage im Spitzenspiel bei Hertha BSC sorgt eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung für mächtig Zündstoff. Selbst der Berliner Trainer räumt ein: Ein Elfmeter wäre vertretbar gewesen.
Wut statt Jubel beim VfL Wolfsburg! Nach der 1:2 (0:2)-Niederlage im Zweitliga-Topspiel bei Hertha BSC hat Trainer Tobias Strobl scharfe Kritik an Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck geübt. Grund war ein nicht gegebener Elfmeter in der Nachspielzeit, der den Niedersachsen noch die Chance auf den späten Ausgleich eröffnet hätte.
„Für mich ist es ein klarer Elfmeter“, schimpfte der 39‑Jährige. Besonders sauer war Strobl darüber, dass sich der Unparteiische die Szene nicht noch einmal auf dem Bildschirm anschaute. „Was für mich völlig unverständlich ist, völlig unverständlich, dass er sich das nicht anschaut.“
Was war passiert? In der 94. Minute drängte Wolfsburg nach mehr als 70 Minuten in Unterzahl auf den Ausgleich. Kento Shiogai, der zuvor bereits den Anschlusstreffer erzielt hatte, legte sich den Ball im Berliner Strafraum an Hertha-Verteidiger Niklas Kolbe vorbei. Der Berliner traf den Japaner leicht am Bein. Shiogai ging zu Boden.
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Doch die Pfeife von Schiedsrichter Jöllenbeck blieb stumm. Auch Video-Assistent Nicolas Winter griff nicht ein. Die Wolfsburger protestierten heftig – ohne Erfolg. Statt eines Strafstoßes gab es Gelbe Karten für Trainer Strobl und Angreifer Shiogai.
Strobl konnte die Entscheidung auch nach dem Abpfiff nicht nachvollziehen. „Das ist eine Situation, die muss ich mir anschauen“, forderte der Wolfsburger Coach. Hätte Jöllenbeck nach einer Überprüfung an seiner Entscheidung festgehalten, wäre er „auf die Argumentation gespannt“ gewesen.
„Aber sich das nicht mal anzuschauen, das fand ich so ein bisschen fatal in diesem Moment“, sagte Strobl. Und ergänzte: „Am Ende des Tages ist das ein Topspiel, da entscheiden genau diese Kleinigkeiten.“
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Auch Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler war außer sich. Er hatte nach der Partie mit dem Schiedsrichter gesprochen. „Die Meinung war von ihm, dass es nicht genug war“, berichtete Schwegler über die Erklärung des Referees. Für den VfL-Sportdirektor war das nicht akzeptabel: „Aber wenn einer ihn so trifft, ist es mehr als genug, weil das ist dann entscheidend, dass er fällt. Die Situation kann ich nicht verstehen und muss sagen: Irgendwann ist auch genug.“
Bemerkenswert: Selbst Hertha-Trainer Stefan Leitl gab zu, dass sich seine Mannschaft über einen Strafstoß nicht hätte beklagen können. „Ich glaube, wenn es Elfmeter gibt und er pfeift, brauchen wir uns nicht zu beschweren“, sagte der 49-Jährige.
Allerdings verwies Leitl auf die Entscheidung des Video-Assistenten. Weil von dort kein Hinweis gekommen sei, habe offenbar keine klare Fehlentscheidung vorgelegen. „Jetzt hat er nicht gepfiffen, es kommt kein Hinweis, dann ist es keine klare Fehlentscheidung und somit kein Elfmeter.“
Für Hertha blieb es damit beim 2:1-Erfolg im Spitzenspiel. Die Wolfsburger dagegen mussten die Heimreise nicht nur mit einer bitteren Niederlage antreten, sondern auch mit reichlich Wut im Bauch. (mp/sid/dpa)