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Elina Switolina soll sich geweigert haben, am traditionellen Gruppenfoto der WTA Finals gemeinsam mit der Belarussin Aryna Sabalenka und der Russin Mirra Andrejewa teilzunehmen. Daraufhin verzichteten die Organisatoren auf das übliche Foto mit allen acht Einzelspielerinnen.
Nach Angaben der russischen Publikation Championat wollte die ukrainische Tennisstarin vor dem Saisonabschlussturnier in Indian Wells nicht zusammen mit Sabalenka und Andrejewa posieren.
Dem Bericht zufolge versuchten die Organisatoren zunächst, eine Lösung zu finden. Die Spielerinnen sollten so aufgestellt werden, dass Switolina möglichst weit von der Belarussin und der Russin entfernt stand. Doch auch das reichte offenbar nicht aus.
Letztlich wurde das traditionelle Gruppenfoto gestrichen. Stattdessen veröffentlichte die WTA Einzelporträts der acht qualifizierten Spielerinnen.
Die WTA bestätigte allerdings nicht öffentlich, dass Switolina der Grund für die Änderung war. Offiziell erklärte der Verband, das diesjährige Konzept solle die Individualität jeder Spielerin hervorheben.
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 hat Switolina russische und belarussische Spielerinnen wiederholt kritisiert. In der Anfangsphase des Krieges gehörte sie zu den Tennisspielerinnen, die von der WTA ein Startverbot für Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus forderten.
Im Mai 2022 erklärte die ehemalige Nummer drei der Weltrangliste zudem, sie wünsche sich von den Spielerinnen aus diesen Ländern eine öffentliche Positionierung.
„Ich habe das Gefühl, dass sie sich zu ihrer Haltung äußern müssen – das ist sehr wichtig. Es spielt keine Rolle, ob bei einem Grand Slam oder bei einem anderen Turnier. Ich denke, jede russische und belarussische Athletin sollte Stellung beziehen, damit wir wissen, dass sich unter uns keine schlechten Menschen befinden“, sagte Switolina.
Auf die Frage, wie viele russische und belarussische Spielerinnen sich persönlich bei ihr gemeldet hätten, um die Geschehnisse in der Ukraine zu verurteilen, erklärte die ukrainische Tennisstarin, es seien nicht viele gewesen.
„Sehr wenige. Das ist sehr traurig, weil viele Athletinnen aus verschiedenen Ländern auf uns zugekommen sind und uns ihre Unterstützung gezeigt haben. Deshalb tut es uns wirklich weh, und wir verstehen nicht, warum sie das nicht getan haben“, sagte sie damals.
Nach der Auslosung für die diesjährigen WTA Finals wurde die Ukrainerin – die Anfang des Jahres das WTA-1000-Turnier in Rom gewonnen hatte – der Gruppe 2 zugelost. Dort trifft sie auf Sabalenka, Andrejewa und Karolina Muchova.
In ihrem Auftaktmatch spielt Switolina am Montag gegen Andrejewa.