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Die TSG führt in Überzahl bei Vorjahressieger Crystal Palace. Dann gleicht ein ehemaliger Frankfurter in letzter Minute aus. In der Conference League sinken nach dem 1:1 die Chancen für Ilzers Team.
Die TSG 1899 Hoffenheim hat in der Europa League ihren zweiten Sieg in der Nachspielzeit noch hergegeben. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer kam bei Crystal Palace am vierten Spieltag der Ligaphase zu einem 1:1 (1:0). Gegen den Conference-League-Gewinner und Tabellen-18. der englischen Premier League erzielte Alexander Prass das Tor für die überzeugenden Kraichgauer (7. Minute). Der ehemalige Frankfurter Daichi Kamada traf aber noch zum Ausgleich (90.+1).
Damit vermied der Bundesliga-Zwölfte zwar die dritte Pflichtspiel-Auswärtsniederlage in Folge nach dem DFB-Pokal-Aus bei Holstein Kiel und dem 0:2 bei Werder Bremen. Die Chancen auf die Play-offs sind jedoch gesunken. Zuvor hatte die TSG auf internationalem Parkett bei OFI Kreta und gegen Besiktas Istanbul verloren, dann aber Olympique Lyon mit 3:0 geschlagen.
1.600 Fans hatten die TSG auf die Insel in Londons Selhurst Park begleitet. Sie zuckten schon nach vier Minuten zusammen – der Japaner Kamada stand aber bei seinem Tor im Abseits. Ein blitzsauberer Konter führte dann zur Führung der Gäste: Prass düpierte nach einem Seitenwechsel von Lemperle Torhüter Dean Henderson. Kurz darauf zielte Fisnik Asllani knapp am Pfosten vorbei.
Mit dem Tor bekamen die Hoffenheimer zunächst mehr Kontrolle über das Spiel. Andrej Kramaric hatte bei einer Direktabnahme sogar das 2:0 auf dem Fuß, Henderson reagierte aber großartig (23.). Dem auffälligen Kamada wäre jedoch beinahe der Ausgleich gelungen. Sein Ball mit dem Außenrist flog Zentimeter am Gehäuse von Oliver Baumann vorbei. Der TSG-Kapitän musste dann noch gegen Mateta retten.
Nach der Pause begann Palace wieder stürmisch. Die Hoffenheimer – unter anderem mit dem sicher auftretenden Youngster Natnael Abraha (18 Jahre alt) rechts in der Abwehr – stemmten sich gegen die Angriffe. Einen Gegenangriff schloss Asllani zu ungenau ab – allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Die TSG blieb in den Zweikämpfen giftig und musste dabei auch einiges einstecken.
Crystal hatte Mühe, sich Chancen herauszuspielen. Mit ihrem Pressing hielten die Gäste den Gegner meist fern vom eigenen Strafraum. In der 67. Minute tauchte aber Yeremy vor Baumann auf – der 36-Jährige rettete in höchster Not ganz stark mit dem Arm. Adam Wharton sah in der 77. Minute noch Gelb-Rot nach einem Ellbogenschlag gegen Wouter Burger, sodass die TSG in Überzahl spielte und dennoch den Sieg verpasste.