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Der Weltmeister von 2014 zieht eine kontroverse Parallele und richtet einen Appell an die Fifa. Es ist nicht das erste Mal, dass der 38-Jährige mit kontroversen Statements auffällt.
Der deutsche Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat sich mit einem verqueren Vergleich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen russische Fußball-Mannschaften ausgesprochen. "Der Fußball hat immer für Frieden gesorgt. Solange wir die Herkunft und den Glauben nicht beachtet haben, hat der Fußball die Menschen immer zusammengebracht", sagte Özil Berichten zufolge nach einem Veteranenspiel in Istanbul zwischen dem türkischen Klub Basaksehir und dem russischen Zenit St. Petersburg.
Dann richtete der 38-Jährige seine Ansprache direkt an den Fußball-Weltverband – und zog eine diskussionswürdige Parallele: "Wie Sie wissen, gab es kein Embargo gegen Teams aus Israel, aber gegen russische. Ich möchte an der Stelle an die Fifa appellieren: Ich hoffe, dass sie Doppelmoral beiseiteschieben und alle gleich behandeln."
Damit setzte Özil den anhaltenden Nahost-Konflikt, der durch den verheerenden Terror-Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 neu eskalierte, und den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine gleich.
Fifa und Uefa hatten russische Mannschaften nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine von all ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Gerade der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino aber hatte sich zuletzt wiederholt für eine Rückkehr Russlands in den Weltfußball ausgesprochen.
"Das müssen wir", sagte Infantino bereits im Februar beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden müsse. Er ergänzte: "Auf jeden Fall – zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen."
Zudem sagte Infantino, "dass es helfen würde, wenn Mädchen und Jungen aus Russland in anderen Teilen Europas Fußball spielen könnten". Der ukrainische Außenministe Andrij Sybiha nannte den Schweizer daraufhin "moralisch degeneriert". An der aktuell laufenden U15-WM in Aserbaidschan nimmt Russland bereits wieder teil.
Es ist derweil nicht das erste Mal, dass Özil politisch in Erscheinung tritt. Der Weltmeister von 2014 dient sich seit Jahren dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan und dessen Partei an, wurde im vergangenen Jahr in den Vorstand der AKP gewählt. Erdoğan war dazu Trauzeuge bei Özils Hochzeit im Jahr 2019.