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Bei Betis Sevilla läuft es in LaLiga prächtig. Und das, obwohl Topstürmer Antony eine Fahrkarte nach der anderen schießt.
Der Brasilianer hat in der laufenden Saison gemäß des Statistikanbieters WhoScored schon 32 Torschüsse in LaLiga abgegeben – und dabei noch keinen Treffer erzielt. Das sind mehr Versuche ohne Tor als jeder andere Spieler in Europas Top-5-Ligen vorzuweisen hat.
Auch bei den Assists steht bei Antony im spanischen Oberhaus noch die Null. Einzig in der Champions League hat der Flügelflitzer schon eine Vorlage verbucht. Es ist die einzige direkte Torbeteiligung Antonys in zehn Pflichtspielen dieser Saison.
Trainer Manuel Pellegrini sieht aber noch keinen Grund zur Sorge: "Er nimmt es mit seinen Gegenspielern auf und das Selbstvertrauen, es immer wieder zu versuchen, ist ungebrochen. Ihm fehlen nur das letzte Quäntchen Überzeugung und der entscheidende Schuss Präzision beim finalen Pass."
Antonys Ladehemmung kann Betis aktuell gut verkraften, weil es bei den Mitspielern des Angreifers prächtig läuft. Die Andalusier sind prächtig in die neue LaLiga-Saison gestartet und belegen mit sechs Siegen aus acht Spielen aktuell den dritten Tabellenplatz.
Am Samstagabend (18.30 Uhr) kommt es zum mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen mit Spitzenreiter FC Barcelona. Mit einem Heimsieg gegen die bislang makellos agierende Mannschaft von Cheftrainer Hansi Flick könnte Betis auf Rang zwei springen und den Rückstand auf Barca auf zwei Zähler verkürzen.
Antonys Vorbereitung auf das Spiel gegen Barcelona wurde indes von einem unschönen Vorfall beeinträchtigt. Wie er selbst auf Social Media mitteilte, wurden er und seine Familie während Betis' 3:2-Erfolgs gegen Porto am Dienstagabend in der Champions League Opfer eines Raubüberfalls. Während des Einbruchs in sein Haus war sein Sohn zuhause. Pellegrini nannte das "einen schweren Rückschlag" für seinen Schützling: "Es ist schwer, das zu akzeptieren. Zum Glück gab es nur materielle Schäden und die kann man ersetzen."
Antony stand in den vergangenen Jahren nach seinem Transfer für 95 Millionen Euro Ablöse von Ajax zu Manchester United im Fokus. Bei den Red Devils enttäuschte er die hohen Erwartungen maßlos und fand erst in der Rückserie der Spielzeit 2024/25 bei seiner Leihe nach Betis zu alter Stärke. Betis verpflichtete ihn anschließend für 25 Millionen Euro fest und Antony gelangen in der Vorsaison beeindruckende 14 Tore und 10 Vorlagen in 46 Begegnungen.