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Sie hatten in ihren Matches sehr unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Im Ergebnis gingen die hessischen Medaillenhoffnungen Sabine Winter und Patrick Franziska bei der Tischtennis-WM aber beide gleich leer aus.
Sabine Winter und Patrick Franziska scheitern bei der Tischtennis-EM im Achtel- und Viertelfinale. Zwei sehr unterschiedliche Niederlagen, die jedoch zu einer aus hessischer Sicht enttäuschenden Turnierbilanz führen.
Mit großen Hoffnungen war vor allem Winter bei der Europameisterschaft in Ljubljana an den Start gegangen – trotz eines schwierigen Sommers. Nach einem Bandscheibenvorfall kämpfte die 34-Jährige um Fitness und Form. Ihre jüngsten Leistungen bewertete sich selbst als "nicht titelreif".
Denn, das eigentliche Ziel für Winter, die nach der Umstellung auf einen Anti-Topspin-Belag zur besten Europäerin aufgestiegen war und derzeit als einzige Spielerin des Kontintents unter den Top 10 der Welt rangiert, war der erste Einzeltitel bei einer EM. Gegen die Weltranglisten-41. Prithika Pavade aus Frankreich war im Achtelfinale aber bereits Endstation (2:4).
Nach einem verpatzten Start kam sie zwar noch zum 2:2-Satzausgleich, führte im fünften Satz sogar bereits mit 8:4, aber scheiterte nicht zuletzt am eigenen Kopf. "Insgesamt hatte ich ein dünnes Nervenkostüm. Ich habe viele leichte Fehler gemacht, mich sehr wenig getraut, nicht viel variiert", bilanzierte Winter selbstkritisch.
Auch im Doppel ging die Bad Sodenerin leer aus. Mit ihrer Partnerin Ying Han unterlag sie im Viertelfinale gegen die topgesetzten Bernadette Szocs/Elizabeta Samara aus Rumänien mit 1:3.
Patrick Franziskas Medaillenträume platzten dann am Samstag. Mit dem Weltranglisten-Zweiten Felix Lebrun aus Frankreich hatte der Bensheimer sich fürs Viertelfinale allerdings auch einen Gegner aus dem höchsten Regal gegriffen.
Nach der klaren 0:4-Niederlage blieb Franziska nur die Rolle des staunenden Gratulanten: "Seine Aufschläge waren die Tennisaufschläge. Sie waren noch mal schneller. Du siehst manchmal gar nicht, in welche Richtung sie kommen, ob links oder rechts."
Insgesamt sechs EM-Titel mit der Mannschaft und im Doppel hat Franziska bereits gewonnen. Am Samstag präsentierte er sich immerhin als grandioser Verlierer, der Lebruns Überlegenheit neidlos anderkannte: "Im ersten Satz habe ich nicht mal schlecht angefangen, aber trotzdem stand es 0:7. Das war megastark von ihm."
Im Doppel war Franziska wegen der verletzungsbedingten Absage von Partner Dimitrij Ovtcharov gar nicht erst angetreten. Somit endet die EM zumindest aus hessischer Perspektive medaillenlos. Eine deutsche Spielerin wird aber sicher ins Finale einziehen: Im Halbfinale treffen am Sonntag Annett Kaufmann und Doppelpartnerin Nina Mittelham aufeinander.