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Joshua Kimmich hat den FC Bayern beim 2:1-Auswärtssieg gegen Mainz 05 mit einem sehenswerten Distanzschuss auf die Siegerstraße gebracht. Doch ausgerechnet Sky-Experte Dietmar Hamann nutzte den Treffer des DFB-Kapitäns für einen überraschenden Vergleich. Der ehemalige Bayern-Profi sieht einen anderen Bundesliga-Spieler bei Fernschüssen offenbar noch vor Kimmich.
In der 14. Minute hatte der 31-Jährige nach einer Vorlage von Harry Kane von der Strafraumgrenze abgezogen und den Ball wuchtig im Mainzer Tor versenkt. Für Kimmich war es der erste Saisontreffer, der aufgrund des kürzlichen Todes seines Vaters auch eine besondere emotionale Bedeutung hatte.
Während die Münchner ihren Führungstreffer bejubelten, sorgte Hamann in der Sky-Konferenz für einen kuriosen Kommentar. Der 53-Jährige verglich Kimmich mit HSV-Verteidiger Miro Muheim, der zuletzt mit mehreren spektakulären Distanztreffern auf sich aufmerksam gemacht hatte.
„Der Kimmich hat schon einen guten Schuss, aber der ist kein Muheim, was wir gestern und in den letzten Wochen gesehen haben“, erklärte Hamann während der Live-Übertragung.
Damit stellte der ehemalige Nationalspieler den Hamburger Linksverteidiger zumindest bei Distanzschüssen über den Bayern-Star.
Hintergrund ist die beeindruckende Treffsicherheit von Muheim in den vergangenen Wochen.
Der Schweizer hatte beim 3:1-Erfolg des Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach erneut einen spektakulären Treffer aus der Distanz erzielt. Aus rund 30 Metern jagte der 28-Jährige den Ball mit einer Geschwindigkeit von 129,43 km/h ins Netz.
Nach Angaben von Sky war es der härteste bislang gemessene Schuss der laufenden Bundesliga-Saison.
Noch bemerkenswerter ist die statistische Einordnung: Die Torwahrscheinlichkeit lag bei lediglich 1,9 Prozent. Damit war Muheims Treffer der bislang unwahrscheinlichste der Saison.
Für den HSV-Profi war es bereits das dritte Traumtor innerhalb weniger Wochen.
Während Muheim derzeit vor allem mit seiner Schusstechnik begeistert, hatte Kimmichs Treffer in Mainz eine ganz andere Bedeutung.
Nach seinem Führungstor blickte der Bayern-Star in den Himmel und streckte einen Finger nach oben. Anschließend erklärte er, dass er in diesem Moment an seinen kürzlich verstorbenen Vater gedacht habe. „Durch die Geschichte mit meinem Papa war das natürlich sehr emotional“, sagte Kimmich nach dem Spiel bei DAZN.
Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt mehrere Pflichtspiele aufgrund des Trauerfalls in seiner Familie verpasst und war erst gegen Borussia Dortmund in die Mannschaft zurückgekehrt.
Sein Treffer gegen Mainz war deshalb nicht nur sportlich wichtig, sondern auch ein sehr persönlicher Moment.
Hamanns Vergleich mit Muheim dürfte Kimmich angesichts dieser Umstände allerdings kaum beschäftigen.
Ohnehin ist der Bayern-Star nicht in erster Linie für seine Torgefahr bekannt. Vielmehr übernimmt er als Taktgeber im Mittelfeld eine zentrale Rolle im Spiel des deutschen Rekordmeisters.
Mit seinem Treffer gegen Mainz stellte er dennoch unter Beweis, dass auch er aus der Distanz für Gefahr sorgen kann.