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Zwei Wochen vor den ATP-Finals in Turin sind noch vier der acht Plätze offen. Nur Alex de Minaur konnte in Basel oder Wien Punkte für die Qualifikation sammeln, während andere Kandidaten wie Arthur Fils, Flavio Cobolli und Taylor Fritz durch Verletzungen oder frühen Ausfälle scheiterten.
Keystone Zwei Wochen vor dem Start der ATP-Finals in Turin bleibt noch immer die Hälfte der acht Plätze beim Jahresend-Turnier frei. In Basel und Wien kann von den Kandidaten nur Alex de Minaur punkten.
Arthur Fils, Rafael Jodar, Novak Djokovic und Taylor Fritz in Basel, Flavio Cobolli, Frances Tiafoe, Alex de Minaur und Tommy Paul in Wien. Sie alle wollten vor dem letzten grossen Masters-1000-Turnier von dieser Woche in Paris noch einmal Punkte holen, um im Kampf um die Qualifikation für die ATP-Finals Boden gut zu machen. Ausser De Minaur gelang dies keinem.
Zwei Wochen vor dem Jahresend-Turnier der besten acht Spieler des Tennisjahres stehen erst viel Teilnehmer fest: Alexander Zverev, Carlos Alcaraz, Ben Shelton und Daniil Medwedew. Der Wimbledonsieger und bis an diesem Montag Weltranglistenerste Jannik Sinner wäre ebenfalls qualifiziert, musste aber seine Saison wegen Kniebeschwerden bereits beenden. Die Entscheidung über die vier verbleibenden Plätze dürfte diese Woche in Paris fallen, für den Sieger gibt es 1000 Punkte.
Im Moment wären Cobolli, Fils, Tiafoe und De Minaur, dank seinem Final in Wien, dabei. Der Italiener hat die besten Chancen, konnte in Wien aber kaum punkten. Schlimmer: Der French-Open-Finalist musste im Achtelfinal gegen Matteo Berrettini unter Tränen wegen einer Hüftverletzung aufgeben. Eine Runde weiter kam der Franzose an den Swiss Indoors, musste aber gegen Taylor Fritz ebenfalls vorzeitig das Handtuch werfen.
Fils leidet unter Rückenbeschwerden und bangt nun wie Cobolli um den Start in Paris. Immerhin bekommen beide durch ein Freilos etwas mehr Zeit. Der Amerikaner mit Wurzeln in Sierra Leone erwischte in Wien mit dem wieder erstarkten Lorenzo Musetti ein hartes Los und schied gleich in der 1. Runde aus.
Der spanische Jungstar stand im Basel-Achtelfinal gegen den späteren Champion Valentin Vacherot zwei Punkte vor dem Sieg, unterlag aber im Tiebreak des dritten Satzes. Dennoch stiess er, auch dank der Fehltritte der anderen, erstmals in die Top Ten des regulären ATP-Rankings vor. Der gerade 20 Jahre alt gewordene Aufsteiger des Jahres hält im Moment das letzte Ticket in der Hand und gewann in Paris seine Erstrunden-Partie. Der Australier ist der grosse Gewinner der vergangenen Woche.
Dank seines Finaleinzugs in Wien – mit einem Sieg gegen die neue Nummer 1 Alexander Zverev – hat er wieder gute Aussichten. Er muss in Paris eine Runde weiter kommen als Jodar, da er in der Weltrangliste aber vor ihm liegt, profitiert er in der 1. Runde von einem Freilos. Der Halbfinalist des letzten Jahres könnte sich zum dritten Mal in Folge für die ATP Finals qualifizieren.
Auch der erfolgreichste Spieler der Tennisgeschichte konnte an den Swiss Indoors mit dem knappen Achtelfinal-Out gegen Jan-Lennard Struff nicht wie gewünscht punkten. Er ist mit sieben Titeln Rekordsieger an den ATP Finals. Damit er sich die Chance auf einen weiteren wahrt, muss sich der 39-jährige Serbe gehörig strecken. Als Nummer 10 der Setzliste profitiert er in Paris nicht von einem Freilos und bekommt es in der 1.
Runde gleich mit Basel-Sieger Vacherot zu tun. Sein Rückstand auf den 8. Platz ist beträchtlich, doch sollten Cobolli und/oder Fils Forfait erklären müssen, werden die Karten neu gemischt. Der US-Amerikaner spielte in Basel ordentlich.
Mit der Halbfinal-Niederlage gegen Vacherot verpasste er aber einen grossen Sprung. Er ist aktuell auch noch für Stockholm gemeldet. Der Amerikaner hatte in Wien das Pech, schon in den Viertelfinals auf den späteren Sieger Alcaraz zu treffen. Er braucht in Paris einen Exploit, steht aber vor einer schwierigen 1.
Runde gegen Holger Rune. Der Tscheche hat nur noch Aussenseiterchancen. An den Swiss Indoors verlor er seinen dritten Final in diesem Jahr, so konnte er zu wenig Boden gut machen, um Turin wirklich näher zu kommen.