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In der Tirol Liga hat SK Freisinger Ebbs gegen den Völser SV einen deutlichen 5:1-Heimsieg eingefahren. Trainer Paul Schneeberger sah zunächst eine offene Partie, dann aber genau jene starken Minuten, die sein Team zuletzt vermissen ließ. Vor allem das 3:1 kurz vor der Pause und der schnelle Doppelschlag danach waren für ihn die Phase, in der Ebbs das Spiel endgültig auf seine Seite zog.
Ganz einseitig begann die Partie laut Schneeberger nicht. „Am Beginn war es ein Abtasten beider Mannschaften“, sagte der Ebbs-Trainer und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der sich beide Teams erst einmal sortierten. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit bekam seine Mannschaft aber mehr Zugriff. „Ab der zehnten, zwölften Minute haben wir ein bisschen die Kontrolle übernommen, haben ein, zwei gute Angriffe gehabt“, so Schneeberger. Belohnt wurde das in der 16. Minute, als Sebastian Leitner über links flankte und Moritz Aschenbrenner per Kopf zum 1:0 traf. Lange hielt die Führung allerdings nicht, denn praktisch im Gegenzug stellte Francesco Riehle auf 1:1. Schneeberger sprach von einer „wunderschönen Direktabnahme auf der zweiten Stange“, die genau ins Kreuzeck ging. Entscheidend aus Sicht der Gastgeber war dann, dass sie auf diesen Rückschlag sofort reagierten. „Wir sind keinesfalls geschockt, haben probiert, wieder das Heft in die Hand zu nehmen“, sagte er. Genau das gelang, und Ebbs blieb in einer zunächst offenen Partie das aktivere Team.
Die nächste starke Phase der Gastgeber brachte dann die Vorentscheidung, auch wenn zur Pause noch eine Halbzeit zu spielen war. Nach einem Eckball fiel in der 23. Minute das 2:1 durch Alexander Wurnig, der den zweiten Ball am Fünfer sehenswert verwertete. Schneeberger schilderte die Szene knapp, aber deutlich: „Er versucht es mit einem Fallrückzieher, der dann aufgeht.“ Ebbs blieb danach in einem intensiven Spiel dran und legte kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal nach. In der 41. Minute traf Julian Jirka nach einer Hereingabe von Julius Loferer zum 3:1. „In dieser Phase auch verdient, weil wir die besseren Chancen gehabt haben als der Gegner“, meinte Schneeberger. Noch wichtiger war aus seiner Sicht aber, wie seine Mannschaft aus der Kabine kam. Schon in der 47. Minute staubte Marcello Dindl nach einer zunächst abgewehrten Aktion zum 4:1 ab, nur vier Minuten später stellte Daniel Wurnig auf 5:1. Für den Ebbs-Coach war genau diese Passage der Knackpunkt: „Vor der Pause und gleich nach der Pause haben wir ganz wichtige Minuten genutzt.“ Und noch klarer wurde er bei der Einordnung des Spielverlaufs: „Das 3:1 vor der Pause und der Doppelschlag nach der Pause haben dem Gegner den Zahn gezogen.“
Dass das Ergebnis am Ende so klar ausfiel, wollte Schneeberger trotz der fünf eigenen Treffer nicht nur an der Offensive festmachen. Bis zum 3:1 sei die Partie „sehr offen“ gewesen, Völs habe „immer wieder gute Angriffe gehabt, war sehr bissig, sehr aggressiv“ und habe auch seine Möglichkeiten gehabt. Umso wichtiger war für ihn, dass Ebbs diesmal defensiv stabiler wirkte als zuletzt. „In der Defensive haben wir es besser gemacht als in den Wochen zuvor und haben dann relativ wenig zugelassen, speziell in der zweiten Halbzeit“, sagte der Trainer. Dazu kam, dass seine Mannschaft ihre Chancen konsequent verwertete. „Heute haben wir unsere Chancen genutzt und das Kapital daraus geschlagen“, erklärte Schneeberger. Den Sieg ordnete er auch als Reaktion auf die vergangenen Wochen ein: „Wir wollten heute nach den zuletzt dürftigen Auftritten ein anderes Gesicht zeigen. Das ist uns gelungen.“ So war der Heimerfolg für Ebbs mehr als nur ein gutes Resultat. Er war vor allem ein Auftritt, mit dem die Gastgeber wieder das gezeigt haben, was ihr Trainer sehen wollte: Einsatz in den Zweikämpfen, Präsenz bei zweiten Bällen und die nötige Konsequenz vor dem Tor. Dass es laut Schneeberger ein faires Spiel mit wenigen strittigen Szenen war und er dem verletzten Völser Torwart eine schnelle Genesung wünschte, passte am Ende zu einem Nachmittag, an dem Ebbs sportlich klar die Oberhand behielt.
51
Daniel Wurnig 5:1
47
Marcello Dindl 4:1
41
Julian Jirka 3:1
23
Alexander Wurnig 2:1
17
Francesco Riehle 1:1
Moritz Aschenbrenner 1:0