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Die Chance, in dieser Westfalenpokal-Saison einen Vorstoß zumindest unter die letzten Vier zu realisieren, ist für die Sportfreunde Siegen gewaltig. „Und die wollen wir nutzen“, gibt Trainer Volkan Uluc vor dem Achtelfinal-Auftritt seiner Mannschaft am Mittwoch, 19 Uhr, beim Westfalenliga-Zweiten FC Iserlohn als Zielvorgabe aus.
Das schon mit ausgeloste Viertelfinale, das derzeit noch für den 18. November terminiert ist, würde für den Gewinner der Partie am Mittwochabend eine Reise zum Landesligisten FC Marl bereithalten. Der hatte in der vergangenen Woche den Oberligisten Viktoria Clarholz mit einem klaren 4:0-Erfolg aus dem Wettbewerb eliminiert.
Sollte das entsprechende Vorhaben gelingen, könnte im Halbfinale das Duell mit Drittligist Preußen Münster winken. Der letzte verbliebene Drittligist bestreitet sein Achtelfinale am Dienstagabend beim Regionalliga-Aufsteiger SG Wattenscheid 09. Vergangene Woche hatte es den Liga-Rivalen der Preußen, Titelverteidiger SC Verl, nach Elfmeterschießen beim Oberligisten 1. FC Gievenbeck „erwischt“.
Keinen Hehl macht Volkan Uluc daraus, dass man den zweiten Schritt nicht vor dem ersten planen sollte. Wie schnell solche Pläne nämlich scheitern, mussten die Siegener im vergangenen Jahr erleben, als es in Runde zwei das Aus im eigenen Stadion gegen den TuS Erndtebrück gab.
„Das muss uns eine Lehre sein, niemanden in diesem Wettbewerb zu unterschätzen“, so der Siegener Coach, der die Aufgabe am Iserlohner Hemberg mit dem nötigen Ernst angehen möchte. Die beiden Trainingseinheiten Anfang dieser Woche waren davon ebenso geprägt, wie vom großen Ziel, endlich noch einmal den Einzug in die DFB-Pokalrunde zu schaffen.
Bereits im Sommer hatte Geschäftsführer Matthias Georg dieses Ziel angesprochen, als er die verschiedenen Möglichkeiten, dieses Vorhaben in dieser Spielzeit umzusetzen, erläuterte. War im vergangenen Jahr neben dem Westfalenpokalsieger SC Verl auch Oberliga-Meister Westfalia Rhynern im DFB-Pokal gelandet, so qualifiziert sich nach dieser Saison der beste westfälische Regionalligist als zweiter Teilnehmer am bundesweiten Wettbewerb.
Uluc kündigte an, dass er an drei, vier Positionen denke, auf denen nach dem Regionalliga-Erfolg vom vergangenen Samstag gegen Tabellenführer RW Oberhausen Personalwechsel anstehen könnten, ohne dabei Wettbewerbsnachteile zu befürchten. „Es wird die bestmögliche Mannschaft auflaufen“, ist er überzeugt. Das Überwintern im Westfalenpokal sei das große Ziel.
Er hofft, dass Gastgeber FC Iserlohn die Partie auf dem Rasengeläuf des Hembergstadions austragen kann und nicht aus Witterungsgründen auf den Kunstrasen ausweichen muss. Für das Vorhaben „Viertelfinal-Einzug“ könnte ein zumindest zeitlich begrenztes Comeback des zuletzt an einem Muskelfaserriss laborierenden Kevin Goden anstehen. Ansonsten ist mit einer Rückkehr von Eros Dacaj zu rechnen, während sowohl Dustin Willms als auch der dritte Torhüter Moritz Schrief wegen ihrer Verletzungen weiterhin nicht zur Verfügung stehen.
Der FC Iserlohn, Ligakonkurrent des TuS Erndtebrück, schaltete in den zwei zuvor ausgetragenen Runden erst Oberliga-Absteiger SG Finnentrop/Bamenohl mit 2:0 aus. In Runde zwei gelang dem Team von Trainer Simon Naujoks ein knapper 3:2-Erfolg über Landesligist Kirchhörder SC.
Und auch wenn auf die Sportfreunde im Hemberg-Stadion eine unangenehme Aufgabe wartet, sind die Favoritenrollen in dieser Pokalbegegnung klar verteilt. Speziell nach den beiden starken Auftritten in der Regionalliga gegen zwei Schwergewichte, wäre alles andere als ein souveränes Weiterkommen eine Riesenüberraschung.