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Zum Saisonabschluss soll die Formel 1 in Katar und Abu Dhabi fahren. Sollten die Rennen wie geplant stattfinden, könnte es zum TV-Blackout kommen.
Lusail – Die Diskussion um die letzten beiden Rennen der laufenden Formel-1-Saison wird immer intensiver geführt. Der Plan sieht zum Saisonabschluss die Grand Prix von Katar und Abu Dhabi vor. Um die beiden Veranstaltungen gibt es aufgrund der Situation im Nahen Osten jedoch erhebliche Sicherheitsbedenken. Die könnten dazu führen, dass die Rennwochenenden in Teilen von Europa nicht übertragen werden, insofern sie stattfinden sollten.
Das geht aus einem Bericht der Bild hervor. Demnach planen die übertragenden Sender aus Frankreich (Canal+), Österreich (Servus TV) und Spanien (DAZN), keine Übertragungsteams nach Katar und Abu Dhabi zu schicken. Auch die Sky-Gruppe, die Rechte für Großbritannien, Deutschland und Italien hält, soll über diesen Schritt nachdenken.
Zudem soll ein Sportartikelhersteller, der mehrere Teams ausstattet, sich dagegen entschieden haben, Mitarbeiter zu den planmäßig letzten Rennen der Saison zu schicken. Im Normalfall sind Mitarbeiter des Ausrüsters bei den Grand Prix vor Ort. Und auch in den Teams soll es enorme Sicherheitsbedenken geben. Einige Mitarbeiter sollen diese bereits gegenüber der Führungsriege geäußert haben. Kein Wunder, gelten die Teamhotels doch als potenzielle Angriffsziele des Irans.
Das deutsche Auswärtige Amt rät zurzeit von Reisen nach Katar ab. „Die Sicherheitslage in der Region bleibt äußerst volatil. Die Unsicherheiten in der Region und die Risiken einer plötzlichen Eskalation im Zuge des Iran-Konflikts bestehen fort und wurden zuletzt durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Huthis und Saudi-Arabien noch verstärkt“, heißt es dort.
Mit Bezug auf Abu Dhabi schreibt das Auswärtige Amt: „Von nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate wird abgeraten.“ Trotz der Probleme steht die Formel 1 bislang zu den beiden Austragungsorten. Der Bild zufolge soll aber die Strecke im italienischen Imola als kurzfristiger Ersatz vorbereitet werden. Die Entscheidung soll bis zum 10. November fallen. Bereits zu Saisonbeginn musste die Formel 1 die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten absagen.
Ein entscheidender Faktor wird wohl die Frage sein, wer bei einer Absage auf den Kosten sitzen bleiben wird. Sollte die Formel 1 die Rennen von sich aus absagen, müsste sie für die Kosten aufkommen. Sollten die Veranstalter der Rennen die Termine absagen, würden sie die Kosten tragen. Die Veranstalter planen jedoch bislang damit, dass die Rennen wie geplant stattfinden werden. (hgag)