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Für Titelverteidiger Marc Marquez ist das Wochenende in der arabischen Wüste insofern nichts Besonderes, dass er es angeht wie immer. Ob er am Sonntag zum achten Mal Weltmeister in der höchsten Kategorie wird, kann er ohnehin nur bedingt beeinflussen. Wiederholt er sein Meisterstück aus dem Vorjahr und gewinnt sowohl den Sprint als auch den Grand Prix, muss sein nächster Verfolger Jorge Martin (Aprilia) mindestens 30 Punkte zusätzlich gegenüber Marquez verlieren.
Am vergangenen Wochenende in Malaysia, wo Martin wegen seines gebrochenen rechten Unterarms auf beide Rennen verzichten mussten, gingen nur unverrückbare Optimisten davon aus, dass er in Katar würde fahren können. Offensichtlich haben die sechs Tage Rekonvaleszenz dem Spanier gutgetan, er beendete das FP1 auf dem fünften Rang und schaffte es als verblüffender Siebter im Zeittraining am Freitagabend direkt ins Qualifying 2. Kann er in den Rennen ähnliche Leistungen bringen, was wegen der Schmerzen über die Distanz um einiges schwieriger wird als für eine gute Runde, dann wird die Titelentscheidung auf die vorletzte Veranstaltung in Portimao vom 20.–22. November verschoben.
Einen Schreck erlebte Marc Marquez, der sich im Zeittraining als Zweiter mit 0,142 sec Rückstand nur hinter Ducati-Kollege Fabio Di Giannntonio (VR46) anstellen musste, als auf einer Geraden die Kette riss und für Funkenregen unter Flutlicht sorgte. «Positiv ist, dass das während des Trainings geschehen ist», hielt Marc fest. «Ich habe nicht gefragt, wie viele Kilometer ich mit dieser Kette gefahren bin, ich glaube an mein Team, sie werden das Problem lösen.»
«Wir haben gut angefangen, zum Ende des Trainings hin fand ich auch einen ordentlichen Rhythmus», schilderte der 80-fache MotoGP-Sieger. «Ich kam in den Fluss und muss mich maximal auf das Qualifying konzentrieren, weil es heute in der MotoGP entscheidend ist, dass man aus der ersten Reihe losfahren darf – höchstens aus der zweiten Reihe. Klar ist aber auch, dass dieses Wochenende schwierig wird, weil so viele Fahrer schnell sind. Es sieht so aus, als wären Diggia und Bezzecchi die Schnellsten, was die Pace betrifft, aber auch Martin und Bagnaia fuhren stark. Außer ihnen sehe ich noch Raul Fernandez vorne mitmischen.»