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Weil einige seiner Aussagen während der Ballon-d'Or-Gala für Aufregung sorgten, sah sich Stürmerlegende Thierry Henry dazu gezwungen, ein Statement zu veröffentlichen.
"Ich habe gesehen, dass viele Leute über die Ballon-d’Or-Gala reden und sich manche davon über Nichtigkeiten aufregen. Deshalb wollte ich einige Dinge mal klar stellen", begann Henry im entsprechenden Video bei Instagram.
Als erstes widmete er sich dem Thema Lamine Yamal. Als der Barcelona-Star zu Beginn der Zeremonie zum dritten Mal in Folge mit der Kopa Trophy für den besten U21-Spieler der Welt ausgezeichnet wurde, hatte Henry, der gemeinsam mit mit der britischen Moderatorin Kate Scott durch den Abend führte, etwas provokant mit einem Augenzwinkern nachgefragt: "Ist das der Award, den du heute Abend wirklich wolltest?"
Der Hintergedanke war dabei natürlich, dass sich Lamine Yamal große Chancen auf den Gewinn des Ballons d'Or, der später verliehen wurde, ausgerechnet hatte. Henry wehrte sich allerdings gegen entsprechende Kritik, er habe dem 19-Jährigen, der im Vorfeld mit einigen großspurigen Ansagen aufgefallen war, eine weitere davon entlocken wollen. "Ich wollte damit überhaupt nicht sein Ego herauskitzeln", betonte Henry. "Ich kann ja verstehen, dass Ihr den Witz nicht mochtet. Aber behauptet das bitte nicht."
Er sei "ein großer Fan" von Lamine Yamal, führte der ehemalige französische Weltklassestürmer aus. "Er ist ein unfassbarer Spieler und einer derer, für die ich bezahle, um sie spielen zu sehen. Ich liebe ihn. Ich habe ihn einfach nur gefragt, ob das wirklich der Award ist, den er haben wollte, weil ich ja wusste, dass der ganz große Preis später kommen würde. Leider hat er nicht gewonnen."
Hinter Kylian Mbappe und Preisträger Harry Kane wurde Lamine Yamal am Ende Dritter. Henry äußerte sich derweil auch dazu, dass sich so mancher offenbar an seinem Umgang mit dem frischgebackenen Ballon-d'Or-Gewinner Kane störte. Genauer gesagt daran, dass Henry offen damit kokettierte, eher seine französischen Landsmänner Mbappe und Michael Olise als Sieger zu sehen.
"Ich habe doch zu Kane gesagt: 'Du bist ein würdiger Gewinner. Du verdienst es und bist ein Vorbild dafür, dass Arbeitseifer und harte Arbeit Talente sind. Gut gemacht, Harry Kane'. Und ich nenne ihn seit der WM übrigens Sir Harry Kane", betonte Henry, wie viel er von dem Torjäger des FC Bayern hält. Kane selbst hatte sich erst vergangene Woche mit Blick auf Henrys Haltung zu den Ballon-d'Or-Favoriten vollkommen entspannt gegeben, als die Beiden nach dem 2:2 des FCB in der Champions League gegen den FC Arsenal im Interview beim TV-Sender CBS Sports zusammen trafen, für den Henry arbeitet. "Mach' dir keine Gedanken", hatte Kane lächelnd interveniert, als Henry sich erklärte, warum er Mbappe oder Olise vor ihm sah.
Thema Nummer drei der Ballon-d'Or-Verleihung am Montag in London, auf das Henry einging, war eine missverständlich interpretierte Witzelei mit Moderationskollegin Kate Scott, die er vom gemeinsamen Arbeiten für CBS Sports bestens kennt. "Bitte hört auf zu behaupten, ich hätte mich respektlos gegenüber Kate verhalten. Das werde ich niemals tun", stellte Henry klar.
Worum es ging? Scott hatte bei der Vorstellung des nach einem ehemaligen brasilianischen Nationalspieler benannten und letztlich an Arsenal-Star Bukayo Saka verliehenen Socrates Awards, der Fußballer für besonderes humanitäres Engagement ehrt, einen Aussprachefehler begangen. So sagte sie "Socratis" statt "Socrates", woraufhin Henry sie korrigierte und sich später Vorwürfe anhören musste, er sei dabei respektlos gegenüber Scott gewesen. Dabei handelte es sich laut Henry um einen vorab einstudierten Gag.
"Kate war in den Witz eingeweiht, Ihr könnt sie fragen. Sie hat absichtlich Socratis gesagt und ich sollte zu Socrates korrigieren", sagte der Ex-Arsenal-Star. "Hört auf, Geschichten zu erfinden", unterstrich Henry abschließend.