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Schalke 04 ist gegen Dynamo Dresden blamabel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Zu allem Überfluss gibt es Ärger um einen S04-Stürmer.
Dresden – Der FC Schalke 04 scheitert zum sechsten Mal in Folge in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Beim 0:2 des S04 bei Dynamo Dresden enttäuschten die Königsblauen nicht nur auf spielerischer Linie komplett, sondern leisteten sich auch einen Aussetzer.
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Es lief die 40. Minute, als Hee Chan Hwang mit dem Ball von der rechten Seite in Richtung Strafraum zog. Im Laufduell mit Friedrich Müller kam der Südkoreaner zu Fall und monierte ein Foulspiel. Schiedsrichter Wolfgang Haslberger entschied sofort auf Weiterspielen, kein Foul. Der VAR griff nicht ein, da es sich nicht um eine klare Fehlentscheidung handelte.
Trainer Miron Muslic war bei der Pressekonferenz nach dem Spiel anderer Meinung: „Das ist ein klares Foul!“ Hee Chan Hwang sah das schon während der Partie so und machte das dem Schiedsrichter sowie dem vierten Offiziellen an der Seitenlinie deutlich. Als der Schalke-Stürmer aufgrund einer Behandlung eine Minute lang draußen bleiben musste, entlud sich sein kompletter Frust.
Er schubste sowohl den vierten Offiziellen als auch einen S04-Physio zur Seite. Dafür gab es die Gelbe Karte. Wenige Sekunden später durfte Hee Chan Hwang zurück aufs Feld und hätte fast per Kopfball das mögliche 1:0 erzielt (45.).
Den S04-Verantwortlichen um Trainer Miron Muslic ist die Schubs-Szene nicht entgangen, schließlich stand er direkt daneben. Der Coach erklärte nach dem Spiel: „Ich habe die Aggression von Hee Chan gesehen und das hat mir nicht gefallen. Das werden wir noch besprechen.“
Schalke-Direktor Youri Mulder hatte in der vorherigen Mixed Zone bereits Konsequenzen aufgrund eines Regelbruchs angekündigt: „Das müssen wir ansprechen. Das ist eine Regel, die jeder kennt.“
Sportlich schlittert der FC Schalke 04 in eine Krise. In den letzten fünf Pflichtspielen gelangen dem S04 nur zwei Unentschieden. Königsblau schoss lediglich ein Tor – beim 1:2 in Freiburg.
Trainer Miron Muslic wirkte auf der Pressekonferenz zwar kämpferisch, aber auch leicht konsterniert: „Die nächsten Wochen werden aufgrund der sehr engen Personalsituation richtig hart. Das müssen wir überstehen.“ Nach der Pokalpleite warten auf den S04 drei Europapokal-Teilnehmer: RB Leipzig (31. Oktober), die TSG Hoffenheim (8. November) und der VfB Stuttgart (21. November).