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Wechselpanne bei Werder bleibt ohne Folgen – aber nicht ohne Konsequenzen

Im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim kam es zu einer Wechselpanne - wie Trainer Daniel Thioune damit umgeht!

Bremen – Eigentlich war alles angerichtet: Senne Lynen stand an der Seitenlinie bereit und sollte seinen Mittelfeldkollegen Chuki ersetzen. 73 Minuten waren da in der Heimpartie des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim gespielt, die Norddeutschen führten zu diesem Zeitpunkt knapp mit 1:0. Doch aus dem schnellen Spielerwechsel wurde nichts, denn als der Spanier am Samstagnachmittag vom Platz ging, ließ der vierte Schiedsrichter Wolfgang Haslberger den belgischen Ersatz nicht auf den Rasen. Werder Bremen agierte kurzzeitig in Unterzahl, kam nach Anwendung einer seit dieser Saison geltenden Regel aber am Ende glimpflich davon. Eine Wiederholung dieses Szenarios soll dennoch partout vermieden werden.

Weil sich Chuki (rechts) bei der Auswechslung zu viel Zeit ließ, musste der SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim kurzzeitig in Unterzahl spielen.
Weil sich Chuki (rechts) bei der Auswechslung zu viel Zeit ließ, musste der SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim kurzzeitig in Unterzahl spielen. © IMAGO/Leon Frick

Werder Bremens Daniel Thioune: „Ich wusste nicht, ob wir auf Karl Hein reagieren müssen. Und da hat sich Chuki zu viel Zeit gelassen“

„Das Problem entstand, weil Karl Hein in dem Moment verletzungsbedingt auf dem Boden lag und ich versucht habe, die Auswechslung zu unterbrechen“, erklärte Daniel Thioune, Chefcoach des SV Werder Bremen, die letztlich folgenlose Wechselpanne. „Ich wusste nicht, ob wir auf Karl reagieren müssen. Und da hat sich Chuki zu viel Zeit gelassen…“

Laut Regelwerk müssen ausgewechselte Spieler nach Anzeige eines Tauschs innerhalb von zehn Sekunden die Spielfläche verlassen – gelingt das nicht, muss der Nachrücker für eine Minute und bis zur nächsten Unterbrechung an der Seitenlinie ausharren. So wie Senne Lynen, der das Missgeschick mit einem deutlichen Kopfschütteln quittierte. „Gerade wenn man einen Defensivspieler bringen will, der nicht rein kann und dann auch noch der Ball erst mal ins Aus muss, kann das böse enden“, meinte Daniel Thioune. Und der Trainer des SV Werder Bremen kündigte deshalb an: „Ich werde die Jungs daran erinnern.“ (mbü)

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