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Wird Di Giannantonio Marquez helfen? «Am Ende trage ich die gelben Farben!»
Fabio Di Giannantonio Foto: Gold and Goose Photography Fabio Di Giannantonio © Gold and Goose Photography

Fabio Di Giannantonio landete im MotoGP-Sprint in Australien auf Rang 3. Auf dem Phillip Island Circuit fand er mit seiner Ducati ein gutes Gefühl. Der VR46-Pilot war mit Sicherheit sehr enttäuscht darüber, dass das Hauptrennen am Sonntag abgesagt wurde.

«Auf jeden Fall. Es ist sehr schade, dass wir nicht fahren konnten. Und es war schade, sich auf diese Art von Phillip Island zu verabschieden – von all den Leuten, die wegen des Rennens gekommen sind», blickte der 28-Jährige zurück. «Letztendlich lag es außerhalb unserer Kontrolle, was die Teams, Fahrer und die Organisation angehen. Sie haben die Sicherheitslage mit dem Hubschrauber geprüft. Die Strecke war in Ordnung. Es gab verrückte Vorhersagen hinsichtlich des Wetters. Aber als wir für die Parade auf die Strecke gingen, war diese definitiv in einem Zustand, in dem man das Rennen hätte fahren können. Es ist auf Phillip Island immer riskant, bei viel Nässe zu fahren, aber es war möglich. Ich hoffe, dass die Leute die Rennen genossen haben, die wir im Laufe der Jahre dort hatten.»

Von Phillip Island ging es nach Sepang, wo an diesem Wochenende der Malaysia-GP ansteht. Auf dieser Strecke haben die Fahrer schon sehr viele Testkilometer abgespult, weshalb alle Hersteller und Teams sehr viele Daten zur Verfügung haben. Michelin hat aber für den Grand Prix eine andere Reifenspezifikation mitgebracht.

«Es sind andere Reifen als beim Test. Ich hoffe, dass wir das, was wir beim Test mit dem Motorrad erarbeitet haben, nicht über den Haufen werfen müssen, denn unser Gefühl auf dem Motorrad war wirklich gut», meinte Di Giannantonio. «Ich freue mich aber darauf, wieder auf die Strecke zu gehen und am Sonntag einen guten Speed zu zeigen, was bei den letzten beiden Rennen nicht möglich war.» Die Wettervorhersage für das Rennwochenende sieht wechselhaft aus. Auch aus diesem Grund könnten die Erkenntnisse, die beim Test im Februar gesammelt wurden, wenig nützlich sein.

Fabio Di Giannantonio: «Wir haben mittlerweile verstanden, dass es keine Ducati- oder Aprilia-Strecken gibt»

2025 war Ducati auf dem Sepang International Circuit dominant. Pecco Bagnaia gewann das Sprintrennen, im Grand Prix siegte Alex Marquez. Wird die Desmosedici auch in diesem Jahr das Bike sein, das es auf dieser Strecke zu schlagen gilt? «Es ist das 19. Rennwochenende des Jahres. Ich glaube, wir haben mittlerweile verstanden, dass es keine Ducati- oder Aprilia-Strecken gibt», winkte «Diggia» ab. «Ich finde, sowohl die Hersteller als auch die Fahrer beider Marken leisten hervorragende Arbeit. Und ich denke, wenn einer den anderen schlägt, liegt das einfach daran, dass das Team, der Fahrer oder das Motorrad eine bessere Leistung gezeigt haben als die anderen. Deshalb sollten wir meiner Meinung nach aufhören, von Ducati- oder Aprilia-Strecken zu sprechen.»

Ducati-Ass Marc Marquez führt die Gesamtwertung mit zehn Punkten Vorsprung auf Jorge Martin (Aprilia) an. Die MotoGP-Saison 2026 biegt in die Zielgerade ein. Besteht die Möglichkeit, dass beispielsweise Ducati-Corse-CEO Gigi Dall’Igna Di Giannantonio darum bittet, MM93 im Titelkampf zu helfen? «Ich beschäftige mich mit meiner Meisterschaft. Ich möchte versuchen, in diesem Jahr das Maximum herauszuholen. Am Ende trage ich die gelben Farben. Also handle ich in meinem Interesse und im Interesse meines Teams, und ich versuche, das bestmögliche Ergebnis für meine Karriere und auch für mein Team zu erzielen», stellte der Römer klar. «Das Ziel ist es also, das zu erreichen, was im Moment am nächsten liegt – das ist der vierte Platz. Für einen dritten Platz sollte man niemals ‘nie’ sagen. Ich weiß aber, dass es extrem schwer sein wird, Bezzecchi in den nächsten Rennen zu schlagen. Aber wir arbeiten darauf hin. Unser Hauptaugenmerk liegt also darauf, auf der Strecke das Maximum zu geben, um am Ende des Jahres das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.» Fabio Di Giannantonio belegt derzeit in der WM-Tabelle Rang 6. Auf Marco Bezzecchi (Aprilia), der auf Platz 3 liegt, fehlen ihm 63 Punkte.

Di Giannantonio zu Katar: «Das Ziel ist es, mit der MotoGP zusammenzuarbeiten»

Am 28. Oktober informierte die MotoGP Sports Entertainment Group die Teams, dass der Katar-GP definitiv stattfinden wird. Die Lage im Nahen Osten ist nach wie vor unsicher, weshalb nicht alle Fahrer begeistert sind, in der Wüste von Doha Rennen zu fahren. Welche Zusicherungen haben die Fahrer für Katar gefordert?

«Wir können nicht ins Detail gehen, aber sagen wir mal so: Das Ziel ist es, mit der MotoGP zusammenzuarbeiten, um die bestmögliche Sicherheit, die besten Garantien und Versicherungen zu gewährleisten – für alle Mitglieder des Fahrerlagers –, damit wir unsere Arbeit besser machen können», erklärte Di Giannantonio. «Ich halte es für fair, der MotoGP dabei zu helfen, unseren Sport zu verbessern – nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch außerhalb und auch in solchen Belangen. Wir befinden uns also nicht in einem Konflikt. Es ist eine Zusammenarbeit, um die Bedingungen für alle zu verbessern, damit wir dort Rennen fahren können.

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