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Kurz nach dem Abpfiff des Istanbul-Derbys zwischen Galatasaray und Fenerbahce kam es unter den Spielern zu heftigen Auseinandersetzungen. So rückte der 2:1 (2:0)-Erfolg von "Gala" gegen "Fener" in der Süper Lig in den Hintergrund.
Die sportliche Geschichte dieses Rivalenduells ist relativ schnell abgehandelt: Galatasaray gewann und übernahm die Tabellenspitze in der türkischen Süper Lig. Wieder mal war Victor Osimhen mit zwei Toren (29. und 44. Minute) der Mann des Spiels.
Für Fenerbahce traf Irfan Kahveci per Fallrückzieher (62.). Leroy Sané wurde erst in der 80. Minute eingewechselt, während Ilkay Gündogan das gesamte Spiel über auf der Ersatzbank saß. Was fernab des Balles passierte, überschattete die Partie allerdings.
Dass unheimlich viel Zündstoff im Duell zwischen Galatasaray und Fenerbahce steckt, ist bekannt und zeigt sich in jedem Istanbul-Derby. Dass es bereits nach zwölf Sekunden Spielzeit eine Rudelbildung gibt, ist da schon eher außergewöhnlich.
Ansonsten verlief das Spiel im Normalbereich. Auch wenn 28 Fouls und sieben Gelbe Karten auch nicht unbedingt fußballerischer Alltag in einem Profispiel sind. Doch nach dem Abpfiff brachen alle Dämme.
Zunächst eskalierte die Situation zwischen Kerem Aktürkoglu und dem ehemaligen Bundesligaspieler Roland Sallai, die sich ein Handgemenge leisteten. Beide erhielten noch die Gelbe Karte, während je einer ihrer Kollegen noch Rot erhielten, weil es zwischen ihnen noch deutlich heftiger zugegangen war.
Denn Archie Brown und Abdülkerim Bardakci lieferten sich einen echten Kampf auf dem Platz, es mussten sogar Sicherheitskräfte anrücken, um die Situation zu beruhigen, nachdem die Auseinandersetzung durch weitere Personen immer größer geworden war.
Roland Sallai (r.) und Kerem Aktürkoglu (3.v.l.) hatten die erste Auseinandersetzung
Fenerbahce-Spieler Brown sagte hinterher: "Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Ich habe das gesehen und ihn verteidigt. Sie haben auch gekratzt." Eine solche Kratzwunde zeigte er auch in die Kameras.
"Wenn Sie sich das Video ansehen, werden Sie sehen, wer zuerst angegriffen hat", meinte dagegen "Gala"-Kapitän Bardakci, er habe sich somit lediglich verteidigt. Mehrere Minuten hatte die Auseinandersetzung, die ein weiteres Nachspiel haben könnte, gedauert. Darüber wurde hinterher mehr gesprochen als über das Spiel.