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Frankfurt: Heftige Abrechnung! Adi Hütter zählt eigenen Kapitän an
Videoclip • 01:31 Min
Ohne Markus Krösche fehlt Eintracht Frankfurt nicht nur der Baumeister der vergangenen Erfolge. Sondern vor allem fehlen die finanziellen Mittel, so dass der Blick eher nach unten denn nach oben geht. Ein Kommentar.
Es war ein emotionaler Ausbruch von Markus Krösche, den man vom sonst so kontrollierten Norddeutschen nicht kannte.
Bei seiner gefeierten Verabschiedung durch die Vordertür auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt hatte der scheidende Sportvorstand nach seiner Rede Tränen in den Augen.
Auch wenn man Krösche die ungewohnten Gefühlsregungen nach dem Ende seiner fünfjährigen Ära bei der SGE, die schon 2022 mit dem Triumph in der Europa League gekrönt wurde, abnahm: Der nun vermittelte Eindruck, man trenne sich in allerbestem Einvernehmen, entspricht nicht ganz der Wahrheit.
Mittwoch, 21.10. 23:00 • Fussball
60 Min
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Freitag, 23.10. 23:10 • Fussball
45 Min
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Samstag, 24.10. 13:55 • Fussball
125 Min
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Vielmehr waren beide Seiten einander überdrüssig geworden, so dass die Zusammenarbeit schon seit längerem auf ihr Ende zusteuerte. Das Standing des Sportbosses im Klub hatte unter anderem durch die verkorkste vergangene Saison, die im Vergleich zu früheren Coups fehlgeschlagene Transferstrategie und den kompletten Fehlgriff mit Ex-Trainer Albert Riera massiv gelitten.
Gleichzeitig war Krösche zunehmend genervt von Durchstechereien in den Medien, der seit Monaten anhaltenden Kritik an seiner Arbeit und wohl auch der zumindest alles andere als einfachen Zusammenarbeit mit Vorstandssprecher Axel Hellmann.
Der einstige Hardcore-Fan, der seit nunmehr 25 Jahren an der SGE-Spitze aktiv ist, hat seine unbestreitbaren Verdienste und Stärken, aber nach Meinung von Insidern auch eine sehr hohe Meinung von seinen Fähigkeiten, die nicht alle teilen.
Unter dem Strich ist Hellmann in jedem Falls als Gewinner aus dem "Bosse-Beben" ("Bild") hervorgegangen, da er ab sofort als Vorstandsvorsitzender allen anderen Führungsmitgliedern weisungsbefugt ist. Im Gegensatz zu Krösche auch seinem Nachfolger, dessen Name noch unklar ist.
Was offenbar nicht nur daran liegt, dass nicht jeder prominente Kandidat unter Hellmann arbeiten will. Sondern vor allem daran, dass die finanzielle Situation die Handlungsfreiheit stark einschränken dürfte.
Trotz der Millionen-Erlöse von mehr als 180 Millionen Euro in den vergangenen vier Spielzeiten durch Verkäufe von Stars wie Omar Marmoush oder Hugo Ekitike und hohen Einnahmen durch die regelmäßigen Europacup-Teilnahmen muss die Eintracht sparen.
Schon die mit Rang drei und der Champions-League-Qualifikation beendete Saison 24/25 - der besten Platzierung seit 32 Jahren - wurde mit einem Verlust von rund acht Millionen Euro abgeschlossen. Nicht besser machte es das schwache letzte Jahr inklusive Abfindungen für gleich zwei gefeuerte Trainer.
Das Ziel, sich hinter dem FC Bayern München und Borussia Dortmund dauerhaft als Nummer drei im deutschen Fußball zu etablieren, sehen Kritiker auf Jahre hinaus nicht mehr als realistisch - obwohl die Hessen von der Strahlkraft, der Tradition, den Fans, der Infrastruktur und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beste Voraussetzungen mitbringen.
Doch nachdem es seit der Bundesliga-Rückkehr vor 15 Jahren fast durchweg bergauf ging, fürchten viele nun angesichts der Sparzwänge und der etwa beim 0:6 in Leipzig deutlich gewordenen mangelnden Konkurrenzfähigkeit mit den Topteams der Liga den Frankfurter Absturz ins Mittelmaß.
Klar ist jedenfalls: In der Zeit nach Krösche steht die Eintracht am Scheideweg.