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Star-Quarterback Jalen Hurts von den Philadelphia Eagles hat eine alarmierende Diagnose erhalten: tiefe Venenthrombose und beidseitige Lungenembolie. Besonders brisant: Der Super-Bowl-MVP durfte trotz Krankenhausaufenthalt mitten in der Nacht noch wenige Stunden später aufs Feld. Die Kritik an der medizinischen Abteilung der Eagles fällt vernichtend aus.
Die Philadelphia Eagles stehen vor einem sportlichen und organisatorischen Problem – und zwar einem großen: Bei Quarterback Jalen Hurts, dem wertvollsten Spieler des Super-Bowl-Triumphes 2025, wurden nach weitergehenden Untersuchungen eine tiefe Venenthrombose sowie eine beidseitige Lungenembolie festgestellt. Ursprünglich hatte das Team lediglich ein oberflächliches Blutgerinnsel in der Wade vermutet. Das Saisonaus des 28-Jährigen gilt nun als realistisches Szenario, wie die "New York Post" berichtet.
"Sein Zustand ist klinisch stabil, und er hat keine nennenswerten funktionellen Einschränkungen", teilte die Franchise am Montag mit. Hurts werde mit Blutverdünnern behandelt und dürfe in dieser Phase "an keinerlei Kontaktaktivitäten teilnehmen, einschließlich Football". Die Eagles betonten zugleich, dass mit einer vollständigen Genesung ohne langfristige Folgen gerechnet werde. Erst nach dem Absetzen der Medikamente sei eine Rückkehr auf das Spielfeld überhaupt denkbar – bis dahin bleibe dem Quarterback lediglich Konditionstraining.
Besonders heikel ist der zeitliche Ablauf, der nun massive Kritik an den Eagles nach sich zieht. Am 8. Oktober hatte Hurts erstmals über Wadenbeschwerden geklagt. Vier Tage zuvor war ihm während der Niederlage gegen die Los Angeles Rams (20:24) ein Gegenspieler auf die Wade getreten. Dennoch zogen die Eagles ihren Spielmacher nicht sofort aus dem Spielbetrieb.
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Stattdessen reiste Hurts mit dem Team nach London zum NFL-Gastspiel gegen die Jacksonville Jaguars. Laut NFL-Reporter Ian Rapoport befand sich der Quarterback in der Nacht vor dem Spiel bis 4 Uhr morgens in einem Londoner Krankenhaus zur Untersuchung des Blutgerinnsels, wie die "New York Post" schildert. Hurts' Agentin Nicole Lynn erklärte gegenüber dem Portal "The Ringer", der Spieler habe nach seiner Rückkehr zum Team noch etwas Schlaf bekommen – wie viel genau, blieb allerdings offen. Trotz der Umstände erhielt Hurts die Freigabe zum Spielen, da das Gerinnsel zu diesem Zeitpunkt als oberflächlich eingestuft worden war.
Die Reaktionen auf den Umgang der Eagles mit der Situation fielen scharf aus. "Jalen Hurts war im Ausland, nicht ausreichend ausgeruht und spielte trotz eines Blutgerinnsels und ohne wichtige Leistungsträger in der Offensive. Er lief selbst nur zweimal mit dem Ball – vielleicht aus Selbstschutz, weil er wusste, womit er es zu tun hatte. Nur eine Frage: Warum?", schrieb NFL-Networks-Reporter Mike Garafolo auf der Plattform X.
Noch deutlicher formulierte es die ehemalige "SportsCenter"-Moderatorin Linda Cohn: "Die gesamte Eagles-Medizinstaffel sollte gefeuert werden! Er hätte niemals in das Flugzeug nach London steigen dürfen! Er klagte über die Wadenschmerzen, und sie unternahmen nichts!"
Die sportlichen Konsequenzen zeichnen sich bereits ab. Gegen die Carolina Panthers setzte Philadelphia auf Hurts' Ersatzmann Tanner McKee, der zu seinem ersten Saisoneinsatz kam. Er konnte die 14:25-Niederlage aber nicht verhindern. Die Eagles stehen damit bei einer Bilanz von 2-4.
"Wir alle müssen besser werden", sagte Headcoach Nick Sirianni nach der Partie. "Es geht nicht um einen einzelnen Spieler oder einen einzelnen Trainer auf einer Insel. Das ist ein Mannschaftsspiel, und wir alle haben Bereiche, in denen wir uns steigern müssen."
Am 26. Oktober wartet mit dem NFC-East-Duell gegen die ebenfalls bei 2-4 stehenden Dallas Cowboys im Monday Night Football die nächste Bewährungsprobe – aller Voraussicht nach erneut ohne Hurts. (red)