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„Kann ich nicht nachvollziehen“: Wieder Schiri-Frust! HSV schäumt nach Pokal-Pleite
Mächtig sauer: HSV-Trainer Merlin Polzin ging das Aus gegen die Eintracht mächtig an die Nieren. Witters
Mächtig sauer: HSV-Trainer Merlin Polzin ging das Aus gegen die Eintracht mächtig an die Nieren.
Witters

Nach dem 1:3 und dem Pokal-Aus gegen Frankfurt richtete sich der Zorn des HSV gegen Schiedsrichter Stieler. Zwei strittige Entscheidungen erregten die Gemüter.  

Zwei Szenen sorgten noch lange nach dem Abpfiff der Pokal-Partie gegen Frankfurt für Aufregung und Ärger im HSV‑Lager. Erst forderten die Hamburger einen Strafstoß (35.), kurz nach dem Wechsel dann einen Platzverweis für die Eintracht – jeweils beim Stand von 0:0. Beide Male verschonte Schiedsrichter Tobias Stieler die Hessen, am Ende verlor der HSV mit 1:3. Und zürnte nach Abpfiff mächtig gegen den Referee.

Wieder Schiri-Frust beim HSV. Wie schon in Paderborn, als Trainer Merlin Polzin und Co. vor dem entscheidenden 0:1 ein Foulspiel an Warmed Omari monierten. Darüber konnte gestritten werden, diesmal aber war die Wut verständlicher.

Der HSV wollte gegen Frankfurt einen Strafstoß erhalten

35. Minute: Zakaria El Ouahdi eilt in den Frankfurter Strafraum, wo sich ihm Robin Koch in den Weg stellt. Hamburgs Marokkaner hat keine Chance auszuweichen, fliegt in hohem Bogen durch die Luft. Der Elfmeterpfiff aber bleibt zur Überraschung aller aus. Sogar Eintracht-Trainer Adi Hütter sagt später: „Wir hatten Glück, dass wir da keinen Penalty gegen uns bekommen haben.“

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48. Minute: Der bereits verwarnte Frankfurter Nnamdi Collins fährt im gegnerischen Strafraum gegen David Møller Wolfe den Ellenbogen aus. Gelb-Rot sieht er nicht, wird aber sofort von Hütter aus dem Spiel genommen, um Schlimmeres zu vermeiden. Auch zu dieser Szene sagt der SGE-Coach: „Glück für uns, da hätte man auch anders entscheiden können.“

HSV-Profi El Ouahdi wurde klar zu Fall gebracht

Zwei Szenen, über die sich der HSV mächtig ärgerte. „Ich weiß auf jeden Fall, dass er mich berührt hat“, so El Ouahdi zu der elfmeterreifen Szene mit Koch. „Ich habe mir den Ball ein bisschen vorgelegt, um einen Schuss oder eine Flanke zu bekommen. Aber er hat mich sehr hart geblockt. Dann dachte ich natürlich, dass es ein Foul ist. Doch der Schiedsrichter meinte, es wurde gecheckt und es war alles in Ordnung.“

IMAGO/Susanne Huebner HSV-Trainer Merlin Polzin (l.) und Schiedsrichter Tobias Stieler hatten während und nach der Partie einiges zu besprechen. IMAGO/Susanne Huebner

Eine zumindest strittige Sichtweise. Doch Video-Schiedsrichter Sascha Stegemann schloss sich Stielers Meinung an. Die vertrat der Unparteiische auch später im Gespräch mit Polzin. Der HSV-Trainer fasste zusammen: „Was in der Schiedsrichter-Kabine geschieht, sollte da bleiben, deshalb will ich seine Worte nicht wiedergeben. Aber ich habe die Szene aus allen Perspektiven gesehen. Fest steht, dass es für mich ein klarer Elfer war. Damit stehe ich nicht allein.“

HSV-Sportdirektor Claus Costa fehlt jedes Verständnis

Auch Claus Costa schimpfte: „Für mich war das eine klare Angelegenheit. Ich weiß nicht, wieso dem Schiedsrichter diese Szene nicht zum Elfmeter reicht. Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Hamburgs Sportdirektor wollte auch den Schlag gegen Møller Wolfe nicht unkommentiert lassen. „Das schmeckt uns ganz sicher nicht“, so Costa. „Es ist häufig bezeichnend, wenn der Gegner den Spieler direkt nach der Aktion auswechselt.“

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Dennoch: Polzin wollte sich nicht darauf einlassen, dem Schiedsrichter die Hauptschuld für die Niederlage in die Schuhe zu schieben. Mehrfach vergaben seine Profis hochkarätige Chancen. „Es ist auch ein Teil der Wahrheit, dass wir nicht nur auf den Schiedsrichter und die Entscheidungen schauen wollen, sondern dass wir auch selbst genügend Gelegenheiten hatten“, resümierte der HSV‑Trainer.

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