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Frankfurt. Eintracht Frankfurt steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Nach dem Spiel beim Hamburger SV überwog bei den Beteiligten zwar die Erleichterung über das Weiterkommen, zugleich benannten sie deutliche Schwächen in der ersten Halbzeit.
Cheftrainer Adi Hütter sagte, seine Mannschaft habe zunächst „eher nur den HSV gesehen“ und dabei auch Glück gehabt. Im Mittelfeld seien Duelle verloren gegangen, hinzu seien einfache Ballverluste gekommen. Nach der Pause habe Frankfurt die angesprochenen Punkte besser umgesetzt. Der Sieg sei in der zweiten Halbzeit nicht unverdient gewesen, auch wenn Hamburg bis zum Ende alles versucht habe.
Sportdirektor Timmo Hardung sprach ebenfalls von einem schwachen Beginn. Seine Mannschaft habe im Ballbesitz keine Ruhe gefunden und das hohe Anlaufen gegen den Ball nicht konsequent genug umgesetzt. Nach der Halbzeit sei die Leistung besser geworden, wodurch Frankfurt zu Chancen gekommen sei. Hardung betonte aber auch, dass es nicht der Anspruch sei, auf diese Weise in eine Partie zu starten.
Mario Götze hob die Steigerung in der zweiten Halbzeit hervor. Frankfurt habe mehr zweite Bälle gewonnen, den Druck in der gegnerischen Hälfte erhöht und dadurch einfacher zu Torchancen gefunden. Robin Koch habe die Defensive erneut zusammengehalten. Götze verwies darauf, dass das Weiterkommen nur über harte Arbeit zu erreichen gewesen sei.
Noah Atubolu kritisierte ebenfalls die Anfangsphase mit vielen langen Bällen und fehlender Kontrolle. Nach dem 0:6 gegen Leipzig habe die Mannschaft in den Spielen gegen Köln, Dortmund und Hamburg nur zwei Gegentore kassiert und stehe stabiler. Den Gegentreffer gegen Hamburg ärgerte ihn dennoch, weil er zu Null habe spielen wollen.
HSV-Trainer Merlin Polzin sah vor allem vor der Pause einen mutigen und energischen Auftritt seiner Mannschaft. Hamburg habe sich Chancen herausgespielt, eine mögliche Schlüsselszene sei aus seiner Sicht ein nicht gegebener Elfmeter gewesen. Polzin wollte die Niederlage jedoch nicht allein am Schiedsrichter festmachen, sondern verwies auch auf nicht genutzte Möglichkeiten. Frankfurt habe seine Qualität gezeigt und entscheidend zugeschlagen. Im DFB-Pokal bleibe nur der Gewinner im Wettbewerb, deshalb sei die Enttäuschung beim HSV groß. [red]