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Antonelli hält sich vor Krönung zurück

Kimi Antonelli hat sich vor seiner möglichen vorzeitigen Krönung zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte am Sonntag (21.00 Uhr MEZ, live in ORF 1) vorerst zurückgehalten. Der 20-jährige Italiener fuhr am Freitag in seinem Mercedes in den ersten beiden Freien Trainings nicht die Bestzeit und gab sich mit den Plätzen zwei und vier zufrieden. Zweimal Schnellster war wie wie schon zuletzt in Austin Ferrari-Star Charles Leclerc.

In der ersten Trainingssession fehlten Antonelli nach einem Tag Pause wegen einer Erkältung noch satte 0,659 Sekunden auf die Bestzeit von Leclerc, am Nachmittag lag der designierte Champion 0,217 Sekunden zurück. Mercedes-Teamkollege George Russell, der am Vormittag noch pausierte, landete im zweiten Training hinter Titelverteidiger Lando Norris im McLaren auf dem zweiten Rang.

Russell fehlen im WM-Kampf 123 Punkte auf Antonelli, sollte der Italiener das Rennen am Sonntag zumindest auf Rang neun beenden, würde er als erst dritter Italiener nach Giuseppe Farina und Alberto Ascari in den 1950er Jahren als Weltmeister feststehen. Russell oder Ferrari-Star Lewis Hamilton (124 Punkte Rückstand) müssen gewinnen, um zu verhindern, dass sich der Youngster bereits vier Rennen vor Schluss die WM-Krone aufsetzt. Bei einem Hamilton-Sieg reicht Antonelli auch Platz zehn zum Titelgewinn.

Der siebenfache Rekordchampion war im Training allerdings nicht frei von Problemen. Hamilton musste seinen Ferrari mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen und landete 0,685 Sekunden hinter seinem Teamkollegen nur auf Rang elf.

Zwischenfall zwischen Verstappen und Lawson

Zu einer bemerkenswerten und womöglich folgenreichen Berührung kam es zwischen Max Verstappen von Red Bull und Liam Lawson von den Racing Bulls, dem Schwester-Rennstall des österreichischen Unternehmens. Beide lieferten einander ein Duell mit Schadenfolge. Zunächst überholte Verstappen den Neuseeländer. Dann schlug Lawson zurück und brachte Verstappen vor der letzten Kurve so sehr in Bedrängnis, dass der Niederländer nach einer Berührung der beiden Autos einen Schaden davontrug und erst mal in die Box musste.

Das Pikante an dem unnötigen Zwischenfall: Lawson fuhr in dieser Saison auch schon für Red Bull, zudem kämpft er um einen neuen Vertrag bei den Racing Bulls. Eigenwerbung war diese Aktion wohl nicht, ebenso wenig sein Klagen über Funk danach. Verstappen kam am Ende mit dem lädierten Wagen nicht über Platz fünf hinaus.

Antonelli holt den Titel, …

… wenn er mindestens Neunter wird.
… wenn er Zehnter wird und Russell nicht gewinnt.
… wenn er die Punkte verpasst und weder Russell noch Hamilton gewinnt.

Trainingsauftakt im Zeichen der Rookies

Zum Auftakt hatte Leclerc die Bestzeit hingelegt. Der Ferrari-Star verwies WM-Leader Antonelli mit großem Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde mit Frederik Vesti im zweiten Silberpfeil einer von insgesamt gleich zehn Rookies. Der 24-jährige Däne durfte das Cockpit von George Russell übernehmen. Auf Rang vier kam Leclercs Teamkollege Hamilton, der im WM-Klassement mit 124 Punkte Rückstand auf Antonelli als Dritter ebenso wie Russell nur noch eine rechnerische Chance auf den Titel hat.

Viele Teams nutzten das Training in Mexiko, um einen der obligatorischen und vorgeschriebenen Nachwuchsfahrereinsätze unterzubringen. Zehn der 22 Boliden wurden in der ersten Session nicht von Stammfahrern pilotiert. Der Japaner Ayumu Iwasa steuerte den Red-Bull-Boliden von Max Verstappen mit 0,985 Sekunden Rückstand auf Rang fünf und war damit schneller als Stammfahrer Isack Hadjar (11.). Für die Racing Bulls absolvierte der 19-jährige Nikola Zolow als erster Bulgare ein F1-Training und wurde Zwölfter.

Grand Prix von Mexiko in Mexiko-Stadt

Zweites Freies Training:
1. Charles Leclerc MON Ferrari 1:17,827
2. Lando Norris GBR McLaren 1:17,930
3. George Russell GBR Mercedes 1:17,933
4. Kimi Antonelli ITA Mercedes 1:18,044
5. Max Verstappen NED Red Bull 1:18,138
6. Isack Hadjar FRA Red Bull 1:18,237
7. Arvid Lindblad GBR Racing Bulls 1:18,389
8. Pierre Gasly FRA Alpine 1:18,0407
9. Liam Lawson NZL Racing Bulls 1:18,455
10. Oscar Piastri AUS McLaren 1:18,469
11. Lewis Hamilton GBR Ferrari 1:18,512
12. Fernando Alonso ESP Aston Martin 1:18,596
13. Esteban Ocon FRA Haas 1:18,774
14. Oliver Bearman GBR Haas 1:18,749
15. Nico Hülkenberg GER Audi 1:19,023
16. Franco Colapinto ARG Alpine 1:19,132
17. Carlos Sainz ESP Williams 1:19,248
18. Sergio Perez MEX Cadillac 1:19,406
19. Alexander Albon THA Williams 1:19,578
20. Lance Stroll CAN Aston Martin 1:19,631
21. Valtteri Bottas FIN Cadillac 1:20,165
22. Gabriel Bortoleto BRA Audi 1:20,174
Erstes Freies Training:
1. Charles Leclerc MON Ferrari 1:18,128
2. Kimi Antonelli ITA Mercedes 1:18,787
3. Frederik Vesti DEN Mercedes 1:18,861
4. Lewis Hamilton GBR Ferrari 1:18,866
5. Ayumu Iwasa JPN Red Bull 1:19,133
6. Pierre Gasly FRA Alpine 1:19,210
7. Fernando Alonso ESP Aston Martin 1:19,357
8. Oscar Piastri AUS McLaren 1;19,376
9. Oliver Bearman GBR Haas 1;19,412
10. Arvid Lindblad GBR Racing Bulls 1:19,478
11. Isack Hadjar FRA Red Bull 1:19,545
12. Nikola Tsolow BUL Racing Bulls 1:19,604
13. Nico Hülkenberg GER Audi 1:19,608
14. Gabriele Mini ITA Alpine 1:19,946
15. Ryo Hirakawa JPN Haas 1:19,982
16. Carlos Sainz ESP Williams 1:20,006
17. Leonardo Fornaroli ITA McLaren 1:20,235
18. Sergio Perez MEX Cadillac 1:20,395
19. Jak Crawford USA Aston Martin 1:20,803
20. Luke Browning GBR Williams 1:20,869
21. Freddie Slater GBR Audi 1:20,945
22. Colton Herta USA Cadillac 1:21,365

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