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Schleißheimer Handballer verlieren Krimi in Moosburg – ein Dutzend Spieler fehlen
Emotionen auf der Bank. Der Schleißheimer Trainer Marcus Rehnert (r.; mit Auswechselspielern) sagt: „Die Stimmung war über sechzig Minuten richtig gut.“
Emotionen auf der Bank. Der Schleißheimer Trainer Marcus Rehnert (r.; mit Auswechselspielern) sagt: „Die Stimmung war über sechzig Minuten richtig gut.“ © Dieter Michalek

Der TSV Schleißheim unterliegt der SG Moosburg knapp mit 36:37. Trainer Rehnert lobt sein Team trotzdem – und verrät, womit er mega zufrieden wäre.

Oberschleißheim – Konstantin Hubers achtes Tor an diesem Abend lässt die Handballer des TSV Schleißheim noch mal an den Strohhalm der Hoffnung springen. Dort klammern sich die Gäste beim Stand von 36:37 in der Bezirksoberligapartie bei der SG Moosburg fest – aber nur eine halbe Minute lang.

Denn in dieser restlichen Spielzeit schaffen es die Hausherren nicht, dem Gegner das Spielgerät abzuluchsen, um noch einen Last-Minute-Wurf mit der Hoffnung auf ein Unentschieden abzufeuern. Vielmehr lässt Moosburg die Uhr clever herunterticken, bis die Schlusssirene eine 36:37-Niederlage für Schleißheim besiegelt.

„Wir haben trotzdem kein schlechtes Spiel gemacht“, urteilt Trainer Marcus Rehnert nach dem Auftritt beim Tabellendritten. „Die Mannschaft hat nie aufgegeben, und die Stimmung war über sechzig Minuten richtig gut.“ Wobei der Coach schon im nächsten Satz auf die Unzulänglichkeiten seiner Mannschaft eingeht. „Um in Moosburg Punkte mitzunehmen, haben wir zu viele Fehler gemacht. Deshalb haben wir es am Ende uns selbst zuzuschreiben, dass wir dieses Spiel verlieren.“

Dabei beginnt die Partie ganz nach dem Geschmack des Aufsteigers, der in den ersten fünf Minuten auf 4:1 davonzieht. Auch in der Folge hat Schleißheim die Nase vorne – bis der Favorit beim Stand von 10:11 erstmals die Führung übernimmt. Bis zur Pause ist der Rückstand der Gäste auf 18:22 angewachsen, weil sie vor allem defensiv den Gegner kaum mehr in den Griff bekommen. Hinzu gesellen sich einige Abspiel- und Fangfehler sowie Fehlwürfe – unter anderem bei zwei Siebenmetern.

Und dennoch stecken die Schleißheimer im zweiten Durchgang nicht auf, sondern kämpfen sich noch mal heran. In der 53. Minute trifft Ali Elhelw per Siebenmeter zum 32:33 – der Startschuss für eine Schlussphase der Marke Krimi. Allein ein Happy End bleibt den Gäste verwehrt; stattdessen zittert sich Moosburg zum fünften Saisonsieg im sechsten Spiel.

Und dennoch fällt Marcus Rehnerts Fazit nicht negativ aus. „Wenn wir alle Spiele so spielen würden wie heute, wäre ich mega zufrieden“, betont der Coach. Zumal er an diesem Abend auf ein Dutzend verletzte, kranke und verhinderte Spieler verzichten muss – darunter in Quirin Kratzer, Stephan Bihn, Manuel Federl und Fabian Mikulandra auch einige Leistungsträger.

„Zum Glück haben wir diese Saison einen extrem breiten Kader“, sagt Rehnert. Dieser ist im Sommer durch mehrere Neuzugänge wie Anatoliy Mokhir, Michael Bretschneider und Jakob Brendel verstärkt worden – wobei sich Letzterer im ersten Saisonspiel direkt die Schulter ausgekugelt hat. In Philipp Seidel konnte der TSV überdies einen Rückkehrer in seinen Reihen begrüßen.

Trotz der Niederlage in Moosburg liegt Schleißheim in der Tabelle auf einem guten sechsten Platz. „Mit dem Saisonstart können wir absolut zufrieden sein“, betont Marcus Rehnert. Das Ziel für diese Spielzeit bleibe indes unverändert: „Wir wollen die Klasse halten und idealerweise irgendwo im guten Mittelfeld landen.“ (ps)

SG Moosburg – TSV Schleißheim 37:36 (22:18)
TSV: Spillmann, Thalmeier – Huber (8), Seidel (5), Matser (5), Elhelw (5/5), Schneider (3), Sellier (3), Hörath (3/1), Hermann (2), Stoklas (1), Breitmoser (1), Mokhir, Bretschneider.

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