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In Mexiko wiederholte Aston-Martin-Routinier Fernando Alonso seine Kritik an der Qualität mancher Fahrer im hinteren Feld. Prompt kamen Antworten der Konkurrenz.
Wie Toto Wolff bereits in Austin angekündigt hatte, steht in Mexiko alles für die große Weltmeisterparty von Kimi Antonelli bereit. Dem Italiener reicht im Rennen am Sonntag ein neunter Platz, um sich zum jüngsten Champion aller Zeiten zu krönen. Reine Formsache, wenn man die Leistungen des 20-Jährigen in den vergangenen Wochen heranzieht. Was Antonelli selbst dazu sagt? Nichts! Aufgrund einer Viruserkrankung ließ der Italiener den Medientag in Mexiko City aus, um sich voll und ganz auf den Rennsonntag zu konzentrieren – und die folgenden Feierlichkeiten.
Zu feiern gibt es am anderen Ende des Feldes zumeist wenig, vor allem bei Fernando Alonso und Aston Martin. Die Briten wurden Monate vor dem Saisonstart als Geheimfavorit auf den Titel auserkoren, fungiert der Rennstall seit diesem Jahr doch wie ein Honda-Werksteam. Doch die Probleme mit der japanischen Antriebseinheit machten von der ersten Runde an einen Kampf um Spitzenplätze unmöglich, weshalb sich der zweifache Weltmeister Alonso im hinteren Feld herumschlagen muss. Und dabei macht er sich nicht nur Freunde. Nachdem Alex Albon dem Spanier in Austin ins Auto fuhr, wurde der 45-jährige Routinier deutlich: „Die Qualität der Fahrer im hinteren Drittel des Feldes ist schlichtweg extrem niedrig, wie wir heute bei Alex gesehen haben.“
Ob sich der Mann mit den meisten Starts in der Motorsport-Königsklasse seit diesem Zwischenfall beruhigt hat? Wohl kaum. „Ich empfinde noch immer genauso“, ließ er in Mexiko wissen. Einzig die Bezifferung „ein Drittel“ wolle er nicht stehen lassen, gehe es ihm doch nicht um eine genaue Anzahl, sondern vielmehr um die Entwicklung in der Formel 1. „ Ich befand mich leider die ganze Saison in diesem Teil des Rennens, ich sehe Dinge aus dem Auto, die ich gar nicht in Worte fassen kann.“ Namen wollte Alonso keine nennen, aber dass die Spitze in Richtung Unfallverursacher Albon ging, lag auf der Hand. „Ich denke, wir alle wissen, über welche Fahrer wir sprechen und welche sich am meisten von dieser Aussage angegriffen fühlten. Das sagt alles.“
Der Williams-Fahrer selbst konterte in Mexiko und wollte die Kritik des erfahrenen Konkurrenten so nicht stehen lassen. Albon habe „großen Respekt“ vor Alonso und habe als Kind „zu ihm aufgeschaut“. Deshalb seien solche Kommentare „nicht schön“, wie der ehemalige Red-Bull-Akteur erklärte. „Vor zehn oder 15 Jahren war die hintere Hälfte des Feldes nicht so, wie sie heute ist. Wir haben keine Bezahlfahrer mehr. Wenn überhaupt, würde ich sagen, das Feld ist so stark wie seit Langem nicht mehr.“ Dieser Argumentation folgten auch einige seiner Kollegen, die oftmals weiter vorne im Fahrerfeld zu finden sind. „Das Level im Feld ist heute eines der höchsten, wenn man die heutigen Fahrer mit jenen von vor neun Jahren vergleicht“, sagte Pierre Gasly. Ferrari-Superstar Charles Leclerc erklärte: „Die Qualität im Feld ist sehr hoch, egal ob hinten, in der Mitte oder an der Spitze. Der einzige Unterschied ist das Auto.“