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(Motorsport-Total.com) - Für Jorge Martin begann der Trainingstag beim Grand Prix von Malaysia auf dem Sepang International Circuit zunächst vielversprechend. Im ersten Training konnte er trotz des gebrochenen rechten Handgelenks zwölf Runden fahren.
Am Nachmittag war für Jorge Martin nach drei Runden Schluss Zoom
Mit 1,8 Sekunden Rückstand belegte der Aprilia-Fahrer zwar nur den 20. Platz, aber MotoGP-Chefarzt Dr. Angel Charte erteilte ihm die Freigabe für das restliche Wochenende.
Nach dem Vormittagstraining waren die Anzeichen deshalb zunächst positiver als erwartet. "Ja, ganz sicher nicht einfach", sagte Teammanager Paolo Bonora während des ersten Trainings im Interview mit MotoGP.com.
"Jorge hat uns ganz klar gesagt: 'Schritt für Schritt, Leute, wir müssen herausfinden, wie wir mit den Schmerzen umgehen.' Heute Morgen ging es nur um den Verband, und er hat ein paar Entzündungshemmer und Schmerzmittel genommen."
"Es waren aber nicht allzu viele, um besser einschätzen zu können, wie er das Motorrad im Griff hat. Er hat klar gesagt, dass er es sich schlimmer vorgestellt hatte. Aber der Knackpunkt ist jetzt, abzuwarten, was nach mehreren Runden passiert."
"Zwei oder drei Runden bekommt er wahrscheinlich hin, aber danach wird es extrem schwierig." Seine insgesamt zwölf Runden am Vormittag verteilten sich auf mehrere kurze Runs. Im Nachmittagstraining folgten allerdings keine längeren Versuche.
Zu Trainingsbeginn am Nachmittag fuhr er vorne und hinten mit weichen Reifen auf die Strecke. Nach der Aufwärmrunde absolvierte Martin eine gezeitete Runde, die schon schneller als seine Vormittagszeit war.
In der nächsten Runde hatte er in der Linkskurve 12 einen Rutscher. Den Sturz konnte er mit dem linken Ellbogen verhindern. Daraufhin kehrte Martin an die Box zurück und verließ sie mit Charte durch den Hinterausgang.
Er kehrte anschließend nicht mehr auf die Strecke zurück. "Ja, gemeinsam mit den Ärzten haben wir entschieden, nicht weiterzumachen, ihm die nötige Zeit zu geben und bis morgen früh abzuwarten", erläutert Bonora bei MotoGP.com.
"Denn ja, wenn man im Moment auf Rundenzeit gehen und eine fliegende Runde fahren würde, fiele es ihm schwer, die nötige Kraft aufzubringen. Es ist also absolut besser, kein Risiko einzugehen."
Spielte für diese Entscheidung der Rutscher in Kurve 12 eine Rolle? "Nein, überhaupt nicht", sagt Bonora. "Wir sehen das ganz sachlich, im Grunde rein bezogen auf den medizinischen Zustand."
"Es hat also nichts mit dieser brenzligen Situation zu tun, sondern wir haben die Entscheidung einzig und allein nach dem medizinischen Check getroffen." Am Freitagnachmittag sagte Martin alle Interviewtermine ab.
Am Samstagmorgen wird entschieden, ob er im halbstündigen Training fahren kann. Da er im zeitrelevanten Nachmittagstraining mit seiner einzigen Rundenzeit den letzten Platz belegt hatte, muss Martin im Qualifying in Q1 antreten.
Bester Aprilia-Fahrer war im Freitagstraining Ai Ogura als Dritter. Dem Trackhouse-Piloten fehlten 0,167 Sekunden auf Marc Marquez (Ducati). Marco Bezzecchi belegte mit einer knappen halben Sekunde Rückstand Platz sechs.
Raul Fernandez wurde bereits nach dem ersten Run im Vormittagstraining für nicht fit erklärt. Der gebrochene rechte Zeigefinger bereitet weiterhin Probleme. Der Trackhouse-Fahrer soll nun nach Spanien reisen, um die Genesung zu beschleunigen.